Woher kommt der Begriff Methodologie und was bedeutete er ursprünglich?
Aus dem griechischen: methodos (nachgehen, verfolgen) logos (Wort, Lehre). Also die Lehre davon, etwas nachzugehen
Wie kann man Methodologien und Methoden unterscheiden? Geben Sie Beispiele!
Was hat methodisches Vorgehen mit der erkenntnistheoretischen Definition von Wissen zu tun?
Die erkenntnistheoretische Definition von Wissen weist bereits auf ein empirisches und subjektive Evidenz beanspruchendes Urteilsverfahren hin. Hierfür ist methodisches Vorgehen nötig.
Inwieweit geht es beim methodischen Vorgehen um Entscheidungen und welche Freiheitsgrade bestehen dabei? Geben Sie Beispiele!
Manche Entscheidungen sind aus gutem Grund vorgeschrieben, andere eher frei und sollten nach Abwägung von Vor- / und Nachteilen gefällt werden. Kompromisse sind in der Wissenschaft aber unvermeidbar. Beispielsweise habe ich bei Interviews viele Freiheitsgrade, bei denen der Forscher variable mit der Situation verfahren kann.
Warum ist methodisches Vorgehen nicht starr festgelegt? Erläutern Sie dies anhand eines selbstgewählten Beispiels!
Eine starre Festlegung könnte zu Erkenntnisverlust führen. Manchmal werden Sachverhalte erst durch ein verändertes methodisches Vorgehen entdeckt. Wenn ich während meiner Versuchsdurchführung feststelle, dass es einen großen Unterschied mache, ob ich die Aufmerksamkeit morgens oder abends teste, muss ich mein methodisches Vorgehen variieren um konstante und interpretierbare Ergebnisse zu erhalten.
Skizzieren Sie einen Stufenplan zur Studiendurchführung
Nennen Sie fünf allgemeine Möglichkeiten für wissenschaftliche Beobachtung in der Psychologie.
Sind objektive Methoden immer besser als subjektive? Diskutieren Sie Vor- und Nachteile anhand zweier treffender Beispiele aus der Psychologie.
Nein, subjektive Verfahren sind valider. Aber objektive sind weniger fehleranfällig. Möchte ich das Erregnungsniveau eines Menschen messen, ist eine physiologische Messmethode für subjektive Fehlurteile nicht anfällig. Die Testung der aktuell empfundenen Angst, kann aber kaum physiologisch gemessen werden, da es darauf ankommt, wie der Mensch die physiologischen Aktivitäten beurteilt.
Sind Laborstudien immer besser als Feldstudien? Diskutieren Sie Vor- und Nachteile anhand eines Beispiels aus der Psychologie.
Die Feldforschung ist Realitätsnaher und besitzt eine höhere externe Validität. Einen Aufmerksamkeitstest, bei dem die Leistungsfähigkeit in einer Klausur mit der ohne Druck verglichen wird, ist besser untersuchbar in einer realen Klausur, denn nur dabei ist der Leistungsdruck groß genug. Die Laborforschung lässt aber Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge aufdecken, hat eine höhere interne Validität und bietet eine sicherere Erkenntnis. Geht es darum die Aufmerksamkeit morgens und abends zu vergleichen kann man im Labor die möglichen Störvariablen wie Lichtverhältnisse, Störgeräusche etc. kontrollieren.
Was haben Verhaltens- und Leistungsmessung mit allgemeiner und differentieller Psychologie zu tun?
Nennen Sie fünf typische Effektorsysteme, die in der Psychologie gemessen werden.
Nennen Sie fünf typische Verhaltenstypen, die in der Psychologie gemessen werden.
Was sind die Ziele der Verhaltensmessungen in der Psychologie?
Welche Art von Verhalten wird in der quantitativen Psychologie wohl am häufigsten gemessen?
Reaktionszeiten / Fehler
Inwieweit wird in der Psychologie Verhalten auf einem Kontinuum von offen bis verdeckt gemessen?
Zum Beispiel offen und Studienzweck explizit, offen und Studienziel verdeckt oder heimliche Verhaltensbeobachtung / Verhaltensspurenanalyse.
Wie verhält sich Leistungsmessung zur Verhaltensmessung?
Leistung als Teilmenge vom allgemeineren Begriff verhalten. Leistungsmessung ist also ein Subtyp der Verhaltensmessung.
Geben Sie ein paar Beispiele für phänomenorientierte Forschungsstrategie.
Ambiguität und Wahrnehmungstäuschung; Perzeptuelle Organisation;
Objekterkennung (top down, bottom up);
Gedächtnis (Ebbinghausens Vergessenskurve).
Geben Sie Beispiele für Forschungsansätze, die bestimmen, was erforscht wird.
Bezüglich welcher inhaltlicher Bereiche gibt es in der Psychologie standardisierte / normierte Tests und was ist der Vorteil solcher Tests gegenüber „Eigenkonstruktionen“?
Sie sind im Gegensatz zu Eigenkonstruktionen vergleichbar und nachvollziehbar. Durch die Standardisierung sind Störvariablen besser zu kontrollieren.
Warum sind bei der Entwicklung einer Forschungsfrage klare Definitionen wichtig? Geben Sie ein Beispiel!
Wenn ich Aufmerksamkeit untersuchen will, muss ich zunächst klar stellen, was ich unter Aufmerksamkeit verstehe. Nicht alles, was am Ohr ankommt wird beispielsweise auch verarbeitet, also muss man Aufmerksamkeit als Selektionsprozess definieren.