palliativmedizinische_Aspekte_Brainscape Flashcards Preview

Tag 83 > palliativmedizinische_Aspekte_Brainscape > Flashcards

Flashcards in palliativmedizinische_Aspekte_Brainscape Deck (21)
Loading flashcards...
1
Q

palliativmedizinische Aspekte: Einteilung der letzten Lebensphase nach Jonen-Thielemann

  • Rehabilitationsphase (2)
  • Präterminalphase (2)
  • Terminalphase (2)
  • Finalphase (2)
A

Rehabilitationsphase

  • Prognose: noch Monate bis Jahre
  • Charakteristika: palliative Therapie ermöglicht Teilhabe (Bsp: indolentes NHL, Prostatakarzinom)

Präterminalphase

  • Prognose: Wochen bis Monate
  • Charakteristika
  • —- mehr Schmerztherapie notwendig
  • —- gesellschaftliches Leben eingeschränkt
  • —- mehr Gedanken an nahes Lebensende

Terminalphase

  • Prognose: Tage bis Wochen
  • Charakteristika: zumeist Bettlägerigkeit

Finalphase

  • Prognose: wenige Stunden
  • Charakteristika: Patient liegt im Sterben
2
Q

palliativmedizinische Aspekte: Schmerzkonzepte

  • Total Pain (1)
  • mixed Pain (1)
A

Total Pain: körperlicher, seelischer, spiritueller Schmerz, Hoffnungslosigkeit … alles auf einmal

mixed Pain: peripherer und neuropathischer Schmerz gleichzeitig

3
Q

palliativmedizinische Aspekte: Sterbephasen nach Kübler-Ross (5)

A

Verneinung / Leugnung / Isolation

Aggression, Zorn, Wur, Auflehnung gegen das Schicksal

Verhandeln

Depression

Akzeptanz des nahenden Todes

4
Q

palliativmedizinische Aspekte: NURSE-Modell nach Back

  • N (1)
  • U (1)
  • R (1)
  • S (1)
  • E (1)
A

N: Name: Emotionen des Patienten benennen

U: Understand: nach Möglichkeit Verständnis für die EMotionen des Patienten ausdrücken

R: Respect: Dem Patienten Anerkennung und Respekt zollen für bereits durchlebte Situationen

S: Support: Unterstützung anbieten

E: Explore: Nachfragen, um weitere emotionale Aspekte herauszufinden

5
Q

palliativmedizinische Aspekte: Übermitteln schwieriger Nachrichten mittels SPIKES-Modell nach Baile

  • S (1)
  • P (1)
  • I (1)
  • K (1)
  • E (1)
  • S (1)
A

S: Setting: geschützte Umgebung, ggf. Bezugspersonen involbieren, Unterbrechungen vermeiden, zeitlichen Rahmen klären

P: Perception: Patienten mit eigenen Worten Kenntinsstand wiedergeben lassen

I: Invitation

  • —- Gesprächsmöglichkeit auch zu späteren zeitpunkten anbieten
  • —- herausfinden, wo Gesprächsbedarf besteht

K: Knowledge: Wissen vermitteln, Patienten vorwarnen. Kurze Sätze ohne Fachtermini. Keine Extremaussagen

E: Emotions: Emotionen ansprechen. Empathieorientiertes Antworten

S: Summary: Zusammenfassung des Gesprächs, Planung des weiteren prozederes

6
Q

palliativmedizinische Aspekte: Wut / Verbale ANgriffe –> CALM-Modell

  • C (1)
  • A (1)
  • L (1)
  • M (1)
A

C: Contact: ANerkennung für die Situation des Patienten. Sachlich bleiben. Fehler eingestehen.

A: Appoint: Verständnis für Emotionen aufbringen, diese benennen. Rückgriff auf NURSE-Modell.

L: Look ahead

  • —- Benennen des geminsamen Ziels
  • —- Klären der Beziung / Rolle zueinander

M: Make a deision

  • —- Dem Patienten einen “Vertrag” anbieten, um in Zukunft den Grund für das Ärgernis zu verhindern
  • —- Alternativen und Bedenkzeit anbieten
7
Q

palliativmedizinische Aspekte: Hospiz

  • Begründer (2)
  • Intention (1)
A

Begründer

  • Elisabeth Kübler-Ross
  • Cicely Saunders

Intention: Abdeckung der Kernbedürnisse Sterbenskranker

8
Q

palliativmedizinische Aspekte: Grundlagen: was ist Palliativmedizin laut WHO? (1)

A

Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von patienten und ihren Familien, die mit den Problemen kofnrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen

9
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Schmerz (2)

A

WHO-Schema

retardiertes Opioid nach festen Zeitschema, schnelles als Bedarfsmedikamentation

10
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Übelkeit und Erbrechen (1)

A

MCP, Haloperidol, Levomepromazin, Dimenhydrinat

11
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Appetitlosigkeit (1)

A

Dexamethason / Prednisolon p.o.

12
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Durst (1)

A

regelmäßige Mundpflege (Durst meist durch trockene Schleimhäute. I.v. FLüssigkeit hilft meist nicht)

13
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Obstipation (1)

A

Lactulose, Macrogol, Natriumpicosulfat, Paraffin

14
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Diarrhö (2)

A

Ausschluss paradoxe Diarrhö

frühzeitige Elektrolyt- und Flüssigkeitssubstitution

15
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Dyspnoe (1)

A

schnell wirkendes Morphinpärparat

16
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Husten (3)

A

produktiv –> Protussiva

unproduktiv –> Antitussiva

therapierefraktär: Hydrocodon, Kortikosteroide

17
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Fatigue (2)

A

regelmäßig Sport

für kurzfristige Leistungssteigerung Kortikosteroide

18
Q

palliativmedizinische Aspekte: Symptomkontrolle: Finalphase

  • Unruhe / Agitation (1)
  • Delir (1)
  • terminale Rasselatmug (1)
A

Unruhe / Agitation: Midazolam, Lorazepam

Delir: Haloperidol, MCP

terminale Rasselatmug: ggf. Butylscopolamin –> vermindert Speichelbildung

19
Q

palliativmedizinische Aspekte: Ethik und Recht am Lebensende: Patientenverfügung

  • Beschreibung (1)
  • Abgrenzung zur Vorsorgevollmacht (1)
  • Formalitäten (2)
A

Beschreibung: Patient legt fest, welche medizinischen Maßnahmen (nicht) ergriffen werden dürfen

Abgrenzung zur Vorsorgevollmacht: Bei der Vorsorgevollmacht trifft der Patient degegenüber keine Entscheidungen über medizinische Maßnahmen, sondern bevollmächtigt einen Dritten, über diese Maßnahmen zu entscheiden.

Formalitäten

  • muss nur unterschrieben sein
  • bedarf keiner juristischen Prüfung und Legitimierung, kann aber zur Vorbeugung von Unstimmigkeiten notariell beurkundet werden.
20
Q

palliativmedizinische Aspekte: Ethik und Recht am Lebensende: Vorsorgevollmacht

  • Beschreibung (1)
  • Grenzen (1)
  • Formalitäten (1)
  • Abgrenzung (siehe gesonderte Lernkarte)
A

Beschreibung: Bevollmächtigung einer (nahestehenden) Person, für Patienten in bestimmtem Bereich (medizinisch, finanziell) zu entscheiden, wenn der Patient selbst nicht mehr entscheidungsfähig ist.

Grenzen: z.B. erfordern freiheitsentziehende Maßnahmen nach wie vor gerichtlich bestellten Betreuer

Formalitäten: wie Patientenverfügung

  • —- muss nur unterschrieben sein
  • —- bedarf keiner juristischen Prüfung und Legitimierung, kann aber zur Vorbeugung von Unstimmigkeiten notariell beurkundet werden.
21
Q

palliativmedizinische Aspekte: Ethik und Recht am Lebensende: Vorsorgevollmacht: Abgrenzung

  • zur Patientenverfügung (1)
  • zur Betreuung und Betreuungsverfügung (3)
A

zur Patientenverfügung: Bei der Patientenverfügung trifft der Patient Entscheidungen über medizinische Maßnahmen. Bei der Vorsorgevollmacht bevollmächtigt er einen Dritten, über diese Maßnahmen zu entscheiden.

zur Betreuung und Betreuungsverfügung

  • Vorsorgevollmacht bevollmävchtigt Dritten, Entscheidungen in einem gewissen Rahmen zu trefen,
  • Ist dieser Rahmen “zu klein” braucht man einen gerichtlichen Betreuer
  • Die Betreuungsverfügung macht dem Betreuungsgericht einen Vorschlag, wer dieser Dritte sein soll.