Soziale_Sicherung_Brainscape Flashcards Preview

Tag 83 > Soziale_Sicherung_Brainscape > Flashcards

Flashcards in Soziale_Sicherung_Brainscape Deck (14)
Loading flashcards...
1
Q

Soziale Sicherung: Grundprinzipien der Sozialversicherung

  • Solidaritäts- und Subsidiaritätsprinzip (2)
  • Versorgungs-, Versicherungs- und Fürsorgeprinzip (3)
  • soziales Netz (1)
A

Solidaritäts- und Subsidiaritätsprinzip

  • Prinzip der Subsidiarität = Individuum/kleinste Organisationseinheit soll möglichst viel Eigenverantwortung übernehmen; erst wenn dies nicht möglich ist schrittweise größere Organisationseinheiten unterstützend
  • Solidaritätsprinzip = alle VErsicherten haben entsprechend ihrer Bedürftigkeit Anspruch auf Leistungen und nicht entsprechend ihres individuellen Risikos

Versorgungs-, Versicherungs- und Fürsorgeprinzip

  • Versorgungsprinzip = Vorleistung ggü der Gesellschaft berechtigt zu Leistungen des Solidarsystems (zB Beamte, Kriegsdienst)
  • Versicherungsprinzip = Risikoübernahme durch das Kollektiv (zB GKV)
  • Fürsorgeprinzip = in Notsituation auch ohne Vorleisung Hilfe öglich (zB Sozialhilfe)

soziales Netz: sozialpolitissche Maßnahmen, die einen gesellschaftlichen Absturz verhindern/auffangen

2
Q

Soziale Sicherung: Gesetzliche Sozialversicherung

  • was gehört dazu? (5)
  • welches Prinzip liegt zugrunde? (1)
A

was gehört dazu?

  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

welches Prinzip liegt zugrunde?: Solidaritätsprinzip (ANspruch auf Leistungen entsprechend Bedürftigkeit un dnich entsprechend ihres individuellen Risikos)

3
Q

Soziale Sicherung: Private Krankenversicherung: welches Prinzip liegt zugrunde? (1)

A

welches Prinzip liegt zugrunde?: Äquivalenzprinzip: Beitragshöhe wird äquivalent zum individuellen RIsiko und dem gewünschten Leistungsspektrum bemessen

4
Q

Soziale Sicherung: Beiträge

  • Beitragsbemessungsgrenze (1)
  • Versicherungspflichtgrenze (1)
A

Beitragsbemessungsgrenze: Höhe des Bruttolohns, bis zu dem ein Arbeitnehmer-Versicherungsbeitrag abhängig vom Bruttolohn ist

Versicherungspflichtgrenze: Höhe des Bruttolohns, bis zu dem ein Arbeitnehmer zur gesetzlichen Versicherung verpflichtet ist (-> Marktabgrenzung zwischen GKV und PKV)

5
Q

Soziale Sicherung: Gesetzliche Rentenversicherung

  • Aufgaben (2)
  • Prinzip (1)
A

Aufgaben

  • versichert gegen Alter (Altersrente), verminderte Erwerbsfähigkeit und Tod (Hinterbliebenenrente)
  • —- Altersrente (siehe gesonderte Lernkarte)
  • —- Erwerbsminderungsrenten (siehe gesonderte Lernkarte)
  • Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen zur Wiederherstellung/Verbesserung der Erwerbsfähigkeit

Prinzip: Generationenvertrag -> mit den Beiträgen werden Ansprüche auf eine zukünftige Rente erworben und die Renten der aktuellen Rentner finanziert

6
Q

Soziale Sicherung: Gesetzliche Arbeitslosenversicherung

  • vorrangige Aufgabe (1)
  • weitere Leistungen (7)
A

vorrangige Aufgabe: EInkommenssicherung bei Arbeitslosigkeit zur Arbeitssuche durch ENtgeldersatzleistungen (Arbeitslosen-, Übergangs-, Insolvenzgeld)

weitere Leistungen

  • Förderung der Aus- und Weiterbildung
  • ENtgeltsicherung bei älteren Arbeitnehmern
  • Kurzarbeitergeld
  • Unterstützung von BEratung und Vermittlung
  • Mobilitätshilfen
  • Förderung der beruflichen Rehabilitation behinderter Menschen
  • Leistungen ggü Arbeitgeber (Zuschüsse bei EInstellungen) und dem Träger (Bundesagentur für Arbeit)
7
Q

Soziale Sicherung: Versorgungsamt

  • Allgemeines (1)
  • Aufgaben (4)
  • Behinderung (siehe gesonderte Lernkarte)
A

Allgemeines: nicht in allen Bundesländern vorhanden, alternativ übernimmt die Aufgaben die Sozialhilfe

Aufgaben

  • soziale Sicherung
  • individuelle Entschädigung besonders betroffener (zB durch gesetzliche Pflichten der Bürger)
  • Angelegenheiten von Schwerbehinderten (Evaluierung des Grades der Behinderung)
  • insb. Entschädigung von Kriegsopfern, Impfschäden, Versorgung von Soldaten und Bundesfreiwilligendienstleistenden
8
Q

Soziale Sicherung: Gesundheitsamt: Aufgaben (8)

A

Aufgaben

  • Amtsärztlicher Dienst
  • Kinder- und Jugendärztlicher Dienst
  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • Durchführung des Infektionsschutzgesetztes (hierhin melden bei Meldepflicht!!)
  • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Gesundheitsberichterstattung
  • Überprüfung der Zulassung zum Heilpraktiker
  • Schwangerenberatung
  • Hygieneüberwachung
9
Q

Soziale Sicherung: Gesetzliche Pflegeversicherung

  • Aufgabe (1)
  • Versicherungsschutz (1)
  • Leistungen (1)
  • Träger (1)
  • wer ist pflegebdürftig nach Sozialgesetzbuch? (1)
  • wonach richten sich Leistungen? (1)
A

Aufgabe: Versicherung für Hilfe bei Pflegebedürftigkeit

Versicherungsschutz: jeder, der in der GKV versichert ist

Leistungen: Dienst-, Sach- und Geldleistunngen für den BEdarf an Grundpflege und hauswirtscaftlicher Versorgung sowie Kostenerstattung (Pflegegeldzahlungen, häusliche Pflegehilfe, Teil- und vollstationäre Pflege)

Träger: Pflegekassen

wer ist pflegebdürftig nach Sozialgesetzbuch?: Personne, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen KRankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer (voraussichtlich mindestens 6 Monate) in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen

wonach richten sich Leistungen?: Einteilung der Pflegebedürftigkeit in Pflegestufen durch den MDK (v.a. nach zeitlichem Gesamtaufwand für Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung: STufe I = 90Min, Stufe II = 180Min, STufe III = 300Min)

10
Q

Soziale Sicherung: Sozialhilfe

  • Aufgaben (1)
  • welches Prinzip ist Grundlage? (1)
  • ausführende Organe (1)
A

Aufgaben: Leistungsberechtigten die Führung des Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht (STaat ist verpflichtet ein soziokulturelles Existenzminimum zu gewährleisten)

welches Prinzip ist Grundlage?: Subsidiaritätsprinzip -> Sozialhilfe ist nur Ultima ratio -> andere vorrangige Leistungen sind ihr vorzuziehen, sofern möglich

ausführende Organe: die umgangssprachlich als “Sozialamt” bezeichneten Behörden

11
Q

Soziale Sicherung: Gesetzliche Rentenversicherung: Aufgaben: versichert gegen Alter (Altersrente), verminderte Erwerbsfähigkeit und Tod (Hinterbliebenenrente): Altersrente: Regelaltersgrenze (1)

A

Regelaltersgrenze: Vollendung des 67. Lebensjahres

12
Q

Soziale Sicherung: Gesetzliche Rentenversicherung: Aufgaben: versichert gegen Alter (Altersrente), verminderte Erwerbsfähigkeit und Tod (Hinterbliebenenrente): Erwerbsminderungsrenten

  • Volle Erwerbsminderung (2)
  • teilweise Erwerbsminderung (2)
A

Volle Erwerbsminderung

  • Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit größer/gleich 3h tgl. arbeiten könen
  • Anspruch auf 100% Erwerbsminderungsrente

teilweise Erwerbsminderung

  • Manschen, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit 3-6h tgl arbeiten können
  • ANspruch auf 50% Erwerbsminderungsrente
13
Q

Soziale Sicherung: Versorgungsamt: Behinderung

  • Definition (1)
  • Grad der Behinderung (GdB) (siehe gesonderte Lernkarte)
  • Berufsförderungswerk -> was machen die? (1)
A

Definition: Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit, die länger als 6 Monate anhält (zuständig sind VErsorgungsämter)

Berufsförderungswerk -> was machen die?: unterstützt Menschen mit Behinderung bei beruflicher Rehabilitation, Berufsfindung und Umschulung

14
Q

Soziale Sicherung: Versorgungsamt: Behinderung: Grad der Behinderung (GdB)

  • Definition (1)
  • Berechnung (1)
  • ab welchem GdB liegt Behinderung vor? (1)
  • woran orientiert sich Beurteilung? (1)
  • ab wann Schwerbehinderung? (2)
A

Definition: Nach Sozialgesetzbuch: man ist behindert, wenn die körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit für einen Zeitraum von über 6 Monaten von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht -> Teilhabe am Leben in der GEsellschaft beeinträchtigt

Berechnung: es werden nicht alle störungen addiert, sondern Auswirkungen der einzelnen Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen zueinander gewertet

ab welchem GdB liegt Behinderung vor?: ab GdB größer/gleich 20 (Abstufung in 10er Schritten)

woran orientiert sich Beurteilung?: Interantionale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO

ab wann Schwerbehinderung?

  • GdB größer/gleich 50
  • ab GdB größer/gleich 30 bei Nichteinhaltenkönnen des Arbeitsplatzes (=Gleichstellung)