Skript 16 Antiepileptika, Urikostatika und Urikosurika, Lipidsenker, Thyreostatika, Kortikosteroide, Antidiabetika, Sexualhormone, Knochenstoffwechsel Flashcards Preview

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Flashcards in Skript 16 Antiepileptika, Urikostatika und Urikosurika, Lipidsenker, Thyreostatika, Kortikosteroide, Antidiabetika, Sexualhormone, Knochenstoffwechsel Deck (10):
1

Antiepileptika

UAW:
- Zentralnervöse Dämpfung, Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder, paradoxe Wirkung wie Unruhe und Schlaflosigkeit, Wesenveränderungen
- Allergische Reaktionen
Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse)
- Leukopenien
- Kardiale Herzrhythmusstörungen
- Gastrointestinale Nebenwirkungen, Hepatotoxisch

Generelles:
- Fokal (auch sekundär generalisiert)
1. Wahl: Lamotrigin, Levetiracetam
2. Wahl: Carbamazepin, Gabapentin, Valproat, Oxcarbazepin, Pregabalin, Topiramat, Phenytoin

- Primär generalisiert
1. Wahl: Valproat
2. Wahl: Lamotrigin, Topiramat
Bei nicht ausreichender Wirkung ist eine Kombinationstherapie indiziert
Retigabin, Tiagabin, Pregabalin, Gabapentin
- Absencen: Valproat, Ethosuximid

1. Valproat
- Antikonvulsiv, Stimmungsaufhellend
- Indikation: 1. Wahl bei Absencen und Dauertherapie bei generalisierten Anfällen
- Einschleichen nicht nötig bzw. rasche Aufdosierung möglich
- Im Vergleich zu anderen Substanzen relativ wenige Nebenwirkungen → Häufig verwendete Substanz
Teratogenität, Hepatotoxizität

2. Carbamazepin (Häufigste Verordnete Antikonvulsivum weltweit)
- Stimmungsaufhellend, Antriebssteigernd und Antikonvulsiv
- Indikation: 2. Wahl bei Fokale Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung, aber kein Einsatz bei primär generalisierten !!, Trigeminusneuralgie, Anfallsprophylaxe bei Alkoholentzug und BDZ-Entzug
- UAW: Starker CYP3A4-Induktor, auch Autoinduktor mit Hemmung der eigenen Wirkung durch schnelleren Abbau, zudem verschlechtert es die Wirkung von Marcumar, Verapamil, Orale Kontrazeptiva und anderen CYP3A4-Medikamenten, Hyponaträmie !

3. Phenytoin
- starkes Antikonvulsivum
- Indikationen: Als Reservemittel bei Akuten Epilipetischen Anfall wenn BDZ kein Nutzen erbringen
- UAW: Gingivahyperplasie, Hypertrichose, Megaloblastäre Anämie

4. Ethosuximid
- Einsatz nur bei Absencen, dort 1. Wahl wie auch Valporat, wobei Ethosuximid bei Kindern besser ist

5. Lamotrigin
- 1. Wahl zur Dauertherapie bei fokalen Anfällen, zudem Stimmungsstabilisierend -> gut bei depressiven Patienten (z.b als Rezidivprophylaxe bei bipolaren Störungen) , zudem 1. Wahl in der Schwangerschaft !!! 2. Wahl bei primär generalisierten Anfällen
- Schwächeres UAW als die klassischen Antiepileptika

6. Topiramat
- Zur Dauertherapie bei Therapierefraktärer (2.Wahl) fokaler und generalisierter Epilepsien, Alternative bei Migräneprophylaxe

7. Levetiracetam
- 1. Wahl zur Dauertherapie bei fokalen Anfällen und sekundär generalisierten Anfällen, Status epilepticus als Alternative zu Phenytoin
- Als Mono- und Kombinationstherapie einsetzbar
- Gute Verträglichkeit und zudem extrahepatische Metabolisierung (kaum Interaktionen)

8. Vigabatrin -> Monotherapie infantiler Spasmen (West-Syndrom)
9. Gabapentin und Pregabalin -> Neuropathischer Schmerz, Fokale Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung



2

Urikostatika und Urikosurika

1. Urikostatika
Allopurinol (alternativ kann Febuxostat angewendet werden)
-> Ist ein Isomer des Hypoxanthins und hemmt die Xanthinoxidase mit verminderter Harnsäurebildung mit Elimination von Hypoxanthin und Xanthin renal
-> Indikationen: Hyperurikämie, Nephrolithiasis mit Uratnephropathie, sowie Prophylaxe bei z.b Tumorlysesyndrom etc.
-> Wechselwirkungen: Verstärkt die Wirkung von Marcumar, Bei gleichzeitiger Gabe von Azathioprin oder Mercaptopurin muss deren Dosis reduziert werden da diese von der Xanthinoxidase abgebaut werden
- KI: Akuter Gichtanfall

2. Urikosurika
- Probenecid und Benzbromaron inhibieren die tubuläre Rückresorption von Harnsäure
- Indikationen: Hyperurikämie und Gicht
- Wechselwirkungen: Schwächen die Wirkung von Allopurinol ab
- KI: Akuter Gichtanfall

3. Rasburicase
- katalysiert Umwandlung von Harnsäure in Hydrophiles Allantoin
- Indikation: Alternative bei Tumorlysesyndrom

3

Cholesterinsenker

1. Statine
- hemmen die HMG-COA-Reduktase -> Cholesterinmangel mit vermehrter Expression von LDL-Rezeptoren v.a in der Leber -> Vermehrt LDL in Leber aufgenommen -> LDL im Serum sinkt, zudem nimmt auch Triglyzeridkonzentration durch Hemmung der VLDL-Bildung ab und HDL nimmt zu
- Zudem Verbesserung der endothelialen Dysfunktion, Remodeling am Herzen etc

Indikationen: KHK, Hyperlipoproteinämie, Sekundärprophylaxe nach Apoplex, Moykoardinfarkt

- Pravastatin, Simvastatin, Fluvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin
- Gabe am Abend !! CYP3A4 oder CYP2C9 metabolisiert, alle außer Pravastatin !!
- UAW: Kopfschmerzen, Transaminasenerhöhung, GI-Beschwerden, senken des Quickwertes,
Myopathien bis hin zur Rhabdomyolyse !!!
-> KI: Kombi mit Fibraten und CYP3A4-Hemmer wie Makrolide, Verapamil !!! Schwangerschaft, Leber und Niereninsuffzienz

2. PCSK9-Hemmer
- verhindern den Abbau von LDL-Rezeptoren
- Gabe alle 2-4 Wochen subkutan !! Sehr starker Effekt auf LDL aber Nachteil ist subkutane Spritze
- Indikationen: Bei Kontraindikationen oder unzureichender Wirkung unter Statintherapie

3. Ezetimib
- hemmt selektiv die intestinale Cholesterinresorption
- Indikation: Bei Hypercholesterinämie besonders als Kombi mit Statinen oder als Alternativ zu Statine

4. Anionaustauscherharze
- Colestyramin
- Nicht-resorbierbare Kunststoffharze mit hoher Affinität zu Gallensäuren und binden diese im Darmlumen und über Kot ausgeschieden werden -> dadurch müssen neue Gallensäuren in der Leber aus Cholesterin hergestellt werden
- Indikationen: Pruritus und Ikterus z.b bei Cholestase oder PSC, PBC, zudem beim Digitalisintox (Nur bei Digitoxinintox -> wird über Leber ausgeschieden und über Gallensäuren rückresorbiert, unterbricht diesen Zyklus), Kombi mit Statinen oder als Alternative
- UAW: Steatorrhö, Obatipation, vermindere Resorption fettlöslicher Vitamine

5. Fibrate
- induzieren über PPARalpha-Rezeptor die Synthese von Lipoproteinlipasen die den Abbau von Triglyzeriden fördern
- Wirkt von allen am stärksten gegen TRIGs, zudem stärkste Steigerung von HDL, jedoch kaum Effekt auf LDL
- Indikationen: Hypertriglyzeridämie
- UAW: Myopathien, Gallensteinbildung, GI-Beschwerden


4

Schilddrüsenmedis

1. Kaliumiodid
- Indikationen: Iodmangelstruma, während der Schwangerschaft
- in geringen Dosen fördert es die Schilddrüsenhormonsynthese, in hohen Dosen wirkt es Thyreostatisch und hemmt sogar die Freisetzung von Schilddrüsenhormonen

2. Thyreostatika
Thiamzazol, Carbimazol und Propylthiouracil
-> hemmen die Thyreoperoxidase (dadurch kann iod nicht mehr in das Thyreoglobukin eingebaut werden)
-> Propylthiouracil hemmt zudem auch die Konversion von T4 -> T3
-> Wirkeintritt erst nach einigen Tagen
-> Indikationen: Hyperthyreose durch M. Basedow, Autonomie, Schwangerschaftshyperthyreose (am besten Propylthiouracil), Thyreotoxische Krise
-> UAW: Agranulozytose, Cholestase, Leberschäden

Perchlorat
-> hemmt die Iodaufnahme in die Thyreozyten, somit auch eine geplannte Radioiodtherapie z.b
-> Indikation: Als Natriumperchlorat zur Prophylaxe von iodinduzierten Hyperthyreosen z.b durch Kontrastmittel
-> UAW: Gastritis, Agranulozytose etc

5

Kortikosteroide

- Sytemische Gabe: Prednison, Prednisolon, Triamcinolon, Betamethason, Dexamethason, Deflazacort, Hydrocortison (Kortisol)
- Topische Gabe:
-> Inhalativ: Beclomethason, Budesonid, Fluticason
-> Dermal: Mometasonfuroat, Diflucortoclom
-> Rektal: Budesonid, Fluorcortolon
-> Intrartikulär: Triamcinolon !!

- Betamethason und Dexamethason haben größte Potenz und länste Wirkdauer
- Prednisolon ist Goldstandard !
- Hydrocortison ist Goldstandard bei Substitutionstherapie da zusätzliche Mineralcorticoide Wirkung, (Prednisolon und Prednison auch leicht)

Wirkungen: Akut: Membranstabilisierend Langzeit: Genomischer Effekt mit Hemmung von Entzündungsmediatoren etc.

Nebenwirkungen: Nur bei Langzeittherapie
- Steigerung der Gluconeogenese, Steigerung der Lipolyse, Abbau von Muskeleiweiß (Katabole Wirkung) -> Muskelschwäche, Steroiddiabetes, Hyperlipidämie
- Immunsuppresion und Antiphlogistisch
- Lymphopenie, Erythrozytämie, Thrombzytämie, Granulozytämie wobei Neutrophile hoch und Eosinophile und Basophile runter
- Akne, Hautatrophie, Striae distensae, Wundheilungsstörungen
- Libidoverlust
- Arterielle Hypertonie, Hypokaliämie, Hypernaträmie
- GI-Ulzera
- Psychische Veränderungen wie Depression
- Hypokalziämie und Osteoporose
- Katarakt

Indikationen:
- NNR-Insuffizienz (M.Addison), CED, Rheumatische Erkrankungen u.a Kollagenosen und Vaskulitiden, Allergische Reaktionen, Asthmaanfall, COPD, Hirnödem

Relative KI: In der Akuttherapie (vitale Bedrohung) gibt es keine absoluten Kontraindikationen!
- Ulzera, Osteoporose, Schwangerschaft, Glakom, Thrombosenneigung

6

Mitotan

- hemmt selektiv die Zellteilung in der Nebennierenrinde
- Indikation: Bei nicht operablem NNR-Karzinom

7

Antidiabetika

1. Insulinotrope Wirkungsmechanismen

1.1 Glukoseunabhängige Steigerung der Insulinsekretion

1.1.1 Sulfonylharnstoffe
- Glibenclamid, Glimepirid
- Angewiesen auf eine zumindest teilweise Restfunktion der endogenen Insulinproduktion -> blockieren ATP-gesteurte Kaliumkanäle -> gesteigerte Insulinfreisetzung (unabhängig von Blutglukosespiegel und somit starke Gefahr der Hypoglykämie !)
- Wirkung lässt im Verlauf der Therapie nach
- Indikationen: v.a bei Normalgewichtigen Typ-II-Diabetikern wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen
- UAW: Hypoglykämie !! Agranulozytose, Allergie, Gewichtszunahme

1.1.2 Glinide werden nicht mehr von der Krankenkasse übernommen
- Repaglinid, Nateglinid
- Schließen die Kaliumkanäle -> gesteigerte Insulinfreisetzung
- Kurze Wirkdauer (3h), Einnahme zu den Mahlzeiten, wirken nur gegen postprandialen Blutzuckerspiegel, kaum Nüchtern
- UAW: seltener Hypoglykämien als Sulfonylharnstoffe da kurze Wirkdauer
- Indikationen: Als Kombitherapie, besonders bei postprandialen Blutzuckerspitzen

1.2 Glukoseabhängige Steigerung der Insulinsekretion

- Ansatzpunkt Inkretin-Effekt: Nahrungsaufnahme → Aktivierung enteroendokriner Zellen im Gastrointestinaltrakt → Freisetzung von Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1) → Stimulation der Insulinsekretion aus den β-Zellen des Pankreas durch GLP-1 → Hemmung der Glukagonsekretion → Verlangsamung der Magenentleerung (Sättigungsgefühl↑, Gewicht↓) → Abbau von GLP-1 durch das Enzym Dipeptidylpeptidase-4 → Inkretin-Effekt endet

1.2.1 Inkretinmimetika (GLP-1 Analoga)
- Exenatid, Liraglutid, Albiglutid
- Gesteigerte Freisetzung von Insulin, hemmen Glucagonfreisetzung und fördern Sättigungsgefühl
- UAW: Verzögerte Magenentleerung, Appetitverlust, Übelkeit, Pankreatitis
- Indikation: Kombitherapie mit Metformin oder Sulfonylharnstoffen

1.2.2 Gliptine
- Sitagliptin, Saxagliptin
- hemmen die Dipeptidyl-Peptidase-4 die für den Abbau von GLP-1 zuständig ist
- Indikationen: Kombitherapie mit Metformin oder Sulfonylharnstoffen
- UAW: selbe wie Analoga

2. Nicht-insulinotrope Wirkprinzipien

2.1 Biguanide
- Metformin
- Aktivität der Atmungskette in den Mitochondrien↓ → Anaerober Glukosestoffwechsel↑ → Aktivierung der AMP-abhängigen Phosphokinase (AMPK) → Hemmung der hepatischen Produktion von Glukose und Lipiden (Hemmung der hepatischen Gluconeogenese) → Blutzuckerspiegel↓, LDL↓, Triglyceride↓
Insulinbedarf↓ → Hyperinsulinämie↓ → Appetit↓→ Besonders geeignet bei übergewichtigen Diabetikern
Steigerung der Glukoseaufnahme in Muskelzellen und Fettgewebe → Verbesserung der Glukosetoleranz nach akuter Glukosebelastung
- Indikation: Mittel der 1.Wahl bei Diabetes-Typ-II !! Zudem Vorteil der Gewichtsabnahme !!
- UAW: GI-Beschwerden mit Diarrhö, selten aber gefährlich ist die Laktatazidose !!! -> Vermehrte Laktatproduktion in den Muskeln und verminderter Abbau in der Leber
- KI: Schwangerschaft, KHK, Myokardinfarkt, Leber und Niereninsuffizienz (bis GFR <30/min), muss 24h vor und bis zu 48h nach Operationen abgesetzt werden !!

2.2 Acarbose
- Inhibierung der alpha-Glucosidase -> verringerte enterale Glucoseaufnahme
- Indikation: Kombitherapie
- UAW: Meteroismusm, Flatulenz, Diarrhoe

2.3 Gliflozine
- Dapagliflozin, Empagliflozin
- hemmen die renale Rückresorption in der Niere über SGLT-2 Hemmung -> vermehrte Glucosurie
- Indikation: Als Monotherapie oder in Kombi mit Metformin
- UAW: Polyurie, Diabetische Ketoazidose !!, HWI

8

Sexualhormone

1. GnRH-Rezeptor Agonisten
- Bei einmaliger Gabe bzw. stoßgabe wird die FSH/LH Sekretion stimuliert und so die Gonatropinausschüttung kurzfristig erhöht -> Follikelwachstum, Ovulation, Spermatogenese
- bei kontinuierlicher Gabe kommt es nach initaliem Peak zu einer Downregulation der Rezeptoren -> chemische Kastration die jedoch reversibel ist
- Indikationen: Endogener GnRH-Mangel, Kryptorchismus, Pubertas tarda
- Indikationen langwirksamer: Endometriose, In-vitro Fertilisation, Mammkarzinom, Uterus myomatus, Infertilität, Pubertas praecox, Prostatakarzinom
- UAW: Flare-Phänomen -> ähnlich des klimakterischen Syndroms mit Hitzewallungen, genitale Sicca, Abnahme der Libido

2. Gonatropine zur s.c oder i.m Injektion
- FSH: Hypophysärer Hypogonadismus beim Mann, Anovulation (Stimulation der Follikelreifung), kontrollierte ovarielle Hyperstimulation
- LH: Infertilität der Frau
- HCG: Kryptoorchismus, Ovulationsauslösung
- HMG: Infertilität von Mann und Frau

3. Androgene
- Wirkstoffe: Testosteron, Testosteron-undecenaot etc.
- Wirkung: Sexuelle Differenzierung der männlichen Geschlechtsmerkmale, Libido, Spermiogenese, Funktion der Prostata und Samenblase, Knochenwachstum, Anabole Wirkung mit Proteinaufbau und Muskelwachstum, vermehrte Produktion von EPO, Faktor II, V und XI, sowie Natrium, Wasser, Kalium, Kalzium, Chloridretention
- Indikationen: Androgenmangel beim Mann, Oligospermie mit Subinfertilität, bei der Frau als Alterntave beim inoperablem Mammakarzinom, jedoch 2.Wahl
- UAW: Polyglobulie, Virilisierung bei der Frau, Haarausfall, Ödeme, gesteigerte Mineralisation der Knochen, Akne
- KI: Prostatakarzinom, Schwangersachft etc.

3. Antiandrogene
- Cyroteronacetat, Flutamid und Bicalutamid
- Indiaktionen: Pubertas praecox, hormonbedingte Alopezie, Akne vulgaris, Prostatakarzinom
- UAW: Libidoverlust, Gynakomastie, Impotenz

4. Östrogene
- Estradiol, Estriol, Ethinylestradiol
- Stimulieren Knochenwachstum und weibliche Fettverteilung am Ende der Pubertät, Entwicklung von Vagina, Uterus, Brustwachstum und Schambehaarung, bei der Erwachsenen Frau ähnlich wie Androgene mit erhöhten Knochenwachstum, Eiweißaufbau, Erhöhte Produktion von Gerinnungsfaktoren
- Indikationen: In kombi mit Gestagenen als Orale Kontrazeptiva (Ethinylestardiol), Hormonsubstitutionstherapie (Estradiol, Estriol)
- Ethinykestardiol 20-mal potenter als die natürlichen Estradiole
- UAW: Übelkeit, Erbrechen, Kardiovaskuläre Komplikationen, Gynäkolomastie beim Mann, Gerinnungsneigung

5. SERM und Antiöstrogene
- SERM: Tamoxifen, Toremifen, Raloxifen
- hemmen zellspezifisch Östrogenrezeptoren, belassen aber andere Zielzellen z.b in Ruhe
- Indiaktionen: Postmenopausales Mammakarzinom (Tamoxifen, Toremifen), Osteoporose (Raloxifen -> hemmt Osteoklasten)
- UAW: Hitzewallungen, Schleimhautatrophie, Thrombembolien, Sehstörungen, Endometriumkarzinom (Tamoxifen !!!)

6. Aromatasehemmer
- Hemmt umbau von Testosteron zu Estradiol
- Indiaktionen: Fortgeschrittene postmenopausale östrogensensitive Mammakarzinom

7. Gestagene
- Bereitet alles für die Nidation ein !!
- stimulieren die Transformierung des Endometriums in die Sekretionsphase, erhöhen Viskosität des Vaginalschleims, setzen Tubenmotilität herab, Proliferation der Brustdrüsenacini, Thermogener Effekt
- Indikationen: Orale Kontrazeptiva meist in Kombi mit Östrogenen, Endometriose (Rezidivprophylaxe), Amenorhooe, Mamma und Endometriumkarzinome, Hormonsubstitution

8. Antigestagene
- Midepriston
- Indikation: Medikamentöser Abbruch einer Schwangerschaft, bis zum 49.Tag der letzten Menstruation

9. Oxytocin
- rhytmische Uteruskontraktion, Kontraktion der Milchdrüsenzellen
- Indikationen: Geburtseinleitung, Geburtsstillstand, Sectio, atonische Nachblutungen

9

Somastatinanaloga

- Octreotid und Lanreotid
- Somastatinanaloga -> hemmt Sekretion von Wachstumshormonen, TSH, Insulin, Glucagon und Gastrin, Sekretin, sowie Senkung des Pfortaderdruckes
- Indikationen: Karzinoid-Syndrom, Akromegalie, Akute GI-Blutung (Octreotid)

10

Knochenstoffwechsel

1. Kalzium
- Kalziumzitrat, Kalziumglukonat, Kalziumkarbonat
- Indikationen: Osteoporose zusammen mit Vitamin D, Hypoparathyreodismus, chronische Niereninsuffizienz (Sekundärer Hyperparathyreodismus mit Hyperphosphatämie), HRS bei Hyperkaliämie als Membranstabilisator (Kalziumglukonat i.v)

2. Bisphosphonate
- p.o Alendronat, Risedronat, Clodronat (i.v) , Zoledronat (i.v)
- werden von Osteoklasten aufgenommen und hemmer derer Aktivität
- Bei oraler Aufnahme muss eine gleichzeitige Aufnahme mit Kalzium verhindert werden da es sonst zu keiner Resorption kommt
-> Morgens Aufnahme nüchtern mindestens halbe Stunde vor Mahlzeit
- Indikationen: Osteoporose, Hyperkalziämie (Besonders bei Tumorassozierte Hyperkalziämie wie z.B Multiples Myelom), Knochenmetastasen, Morbus Paget
- UAW: Lokale Schleimhautreizung, GI-Beschwerden, selten Osteonekrosen
- KI: Schwangerschaft, schwere Niereninsuffizienzen

3. Kalzitonin
- Kalziumsenkung, Hemmung der Osteoklasten, Koanalgetikum
- Indikationen: Morbus Paget, Osteoporose hilft gegen Knchenschmerzen

4. Calciferole
- Cholecalciferol, Kalzitriol
- Indikationen: Osteoporoseprophylaxe bei Älteren Menschen und Kindern, begleitend zur Osteoporosetherapie, Sekundäre Hyperparathyreodismus (Chronische Niereninsuffizienz)
- UAW: Hyperkalziämie, Entkalkung von Knochen

5. Parathormonanaloga
- Teriparatid
- Indikationen: Manifeste Osteoporose für maximal 24 Monate da in Tierversuchen Osteosarkomrisiko
- Subcutane Anwendung

Decks in Staatsexamen Class (66):