Übung 2: Ressourceneffizienz Flashcards Preview

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Flashcards in Übung 2: Ressourceneffizienz Deck (18)
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Einleitung - Warum Ressourceneffizienz?

  • Metalle: 
    • sind kritische Komponente moderner Gesellschaft
    • spielen SchlĂŒsselrolle auf Weg zu nachhaltiger Gesellschaft
    • Ressourcen begrenzt

 

  • Nachhaltige Entwicklung bedingt:
    • Reduzierung des Ressourceneinsatzes
    • Reduzierung der Umweltbelastung
    • Steigerung der WettbewerbsfĂ€higkeit durch Kostensenkung

â–șRessourceneffizienz

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Definitionen:

  • natĂŒrliche Ressource:
    • Mittel, welches die Natur bereitstellt und das fĂŒr den Menschen einen Nutzen stiftet
    • Mittel, welches in einem Prozess genutzt wird oder genutzt werden kann

 

  • Effizienz:
    • ​VerhĂ€ltnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafĂŒr nötigen Aufwand

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Definition Ressourceneffizienz (RE):

  • Unter Ressourceneffizienz (RE) wird im Allgemeinen das VerhĂ€ltnis aus Wertschöpfung und dem dafĂŒr benötigten Ressourceneinsatz verstanden

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Definitionen Ressource und Wertschöpfung:

  • Ressourcen:
    • Verschiedenste Mittel, die es ermöglichen, eine bestimmte Handlung oder einen bestimmten Vorgang auszuĂŒben (z.B. Metalle, Wasser)

 

  • Wertschöpfung:
    • Verdienst des untersuchten Produktsystems
    • LĂ€sst sich sowohl monetĂ€r als auch ĂŒber physikalische Parameter (z. B. Übertragung von Energie, gemessen in kWh/m) oder den Nutzen des untersuchten Produktsystems abbilden

 

  • Nutzen:
    • zusĂ€tzliche Aussage ĂŒber Umweltauswirkung und VerfĂŒgbarkeit des Materials

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Ressourceneffizienz (RE):

  • Schematische Darstellung der Ressourceneffizienz (RE) in AbhĂ€ngigkeit von physischer und (sozio-) ökonomischer VerfĂŒgbarkeit, (gesellschaftlicher) Akzeptanz, Umwelt(auswirkungen) und Nutzen

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Pareto-Optimum:

  • Zustand, in dem es nicht möglich ist, sich in einem Kriterium zu verbessern, ohne sich in einem anderen zu verschlechtern
  • zielt ausschließlich auf Effizienz, nicht auf Nachhaltigkeit
  • Im Urzustand findet eine Bewertung ökonomischer und sozialer VerhĂ€ltnisse nach dem Effizienzprinzip statt, so dass ein Zustand dann als pareto-optimal gilt, wenn niemand besser gestellt werden kann, ohne einen anderen damit schlechter zu stellen
  • Damit kann man nach den Wohlfahrtstheoremen gar nicht erwarten, dass durch die Institution des freien Wettbewerbsmarktes Entwicklungen generiert werden, die nachhaltig sind
    • Auch eine Marktregulierung, die alleine auf Effizienz zielt, greift im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu kurz

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Rohstoffnutzung:

Gebrauch oder Verbrauch?

  • Ressourcenverbrauch:
    • Form der Ressourcennutzung, bei der die Ressourcen so umgewandelt werden, dass sie einer erneuten Nutzung nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen

 

  • Beispiele:
    • Verlust an BiodiversitĂ€t, Bodenerosion, Verbrennung oder dissipative Verluste, Entnahme von PrimĂ€rrohstoffen

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Produktlebensweg:

  • aufeinander folgende und miteinander verbundene Abschnitte eines Produktsystems von der Rohstoffgewinnung oder Rohstofferzeugung bis zur stofflichen oder energetischen Verwertung oder endgĂŒltigen Beseitigung

 

  • Ressourcenverbrauch entsteht nahezu im gesamten Produktlebensweg

 

  • Verbesserung der Ressourceneffizienz eines Prozesses oder einer Lebensphase wirkt sich also auf andere Phasen positiv oder negativ aus

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Beispiele fĂŒr Ressourceneffizienz, Auswahl aus der VDI-Richtlinie:

  • Leichtbauweise
  • Miniaturisierung
  • Ausschuss vermeiden
  • VerlĂ€ngerung der Produktlebensdauer
  • Reparierbarkeit/Modulare Bauweise 
  • Recyclinggerechte Produktgestaltung 
  •  Kaskadennutzung von Produkten
  • Verluste durch unsachgemĂ€ĂŸe Lagerung vermeiden
  • Produkt-Service-Systeme (Nutzen steht im Vordergrund)
  • Bedienungsanleitung zum Nutzerverhalten

â–șEinsparung von Roh- und Grundstoffen schont natĂŒrliche Ressourcen

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Effiziente LagerstÀttennutzung:

  • Ressourceneffizienz wendet sich gegen Verschwendung von LagerstĂ€tteninhalt Hintergrund:
    • LagerstĂ€tten hoher BonitĂ€t sind ein knappes Gut
    • Einmal in Verhieb genommene LagerstĂ€tten(-teile) stehen fĂŒr eine spĂ€tere Gewinnung nicht mehr zur VerfĂŒgung

 

  • Ineffiziente LagerstĂ€ttennutzung wird als Raubbau bezeichnet
    • „High Grading“ ist eine Form des Raubbaus

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Indikatoren fĂŒr Ressourceneffizienz im Bergbau:

  • Spezifischer Ressourceneinsatz, bezogen auf den Wertstoffinhalt im Konzentrat
    •  LagerstĂ€ttennutzung [%]
    • Energieeinsatz [kWh/t]
    • FlĂ€cheninanspruchnahme [mÂČ/t] 
      •  Frischwasserentnahme [mÂł/t]

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Ressourceneffizienz im Bergbau = vollstÀndige LagerstÀttennutzung?

  • Streng genommen ist eine Erhöhung der LagerstĂ€ttenausnutzung nur dann ressourceneffizient, wenn es dadurch nicht zu Verschlechterungen bei anderen nat. Ressourcen kommt

 

  • Im weiteren Sinne ist eine Erhöhung der LagerstĂ€ttenausnutzung, dann ressourceneffizient, wenn sich dadurch keine erheblichen Verschlechterungen bei anderen nat. Ressourcen ergeben

 

â–șDaher kann Ressourceneffizienz hier als möglichst vollstĂ€ndige LagerstĂ€ttennutzung aufgefasst werden, ohne den Einsatz anderer nat. Ressourcen unbeachtet zu lassen.

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kumulierter Rohstoffaufwand (KRA):

  • Summe der zur Herstellung und zum Transport eines Produkts aufgewendeten PrimĂ€rrohstoffe, inklusive der Energierohstoffe, entlang der Wertschöpfungskette

 

  • Anmerkung:
    • Nicht wirtschaftlich verwendete Stoffe und Stoffgemische, wie die nicht verwertete Entnahme, bleiben unberĂŒcksichtigt.

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NatĂŒrliche Ressourcen:

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Ressourcennutzung im Lebensweg am Beispiel von Materialströmen:

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Produktentwicklungsprozess und Produktlebensweg:

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Kategorien, Kriterien und Indikatoren der KritikalitÀtsdimension Versorgungsrisiko:

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Mögliche Einflussfaktoren auf die KritikalitÀtsdimension VulnerabilitÀt: