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Flashcards in 5 Alltag Deck (68):
0

sich in Acht nehmen

aufpassen; vorsichtig sein

-Bei der Hausarbeit nimm dich besonders in Acht! Im Haushalt passieren viele schlimme Unfälle.

1

im Argen liegen

noch nicht ganz in Ordnung sein; noch nicht so sein, wie es sein sollte

-Macht ihr eure Klassenfahrt im Frühjahr?
-Keine Ahnung, mit der Organization liegt einiges noch im Argen. Es ist noch nicht klar wohin und auch nicht womit wir fahren.

2

etwas aus dem Ärmel schütteln (ugs.)

etwas ohne grosse Mühe oder Anstrengung schaffen

-Denkst du, wir schaffen es, die ganze Wohnung am Wochenende zu renovieren?
-Bist du verrückt? Ich bin zwar Maler von Beruf, aber aus dem Ärmel schütteln kann ich es auch nicht.

3

unter vier Augen (ugs.)

zu zweit; ohne Zeugen

-Ich möchte mit Ihnen etwas unter vier Augen besprechen.

4

jemandes Augen sind grösser als der Magen

jemand nimmt sich viel mehr zum Essen, als er essen kann

-ja, da waren deine Augen grösser als der Magen.

5

wieder auf die Beine kommen (ugs.)

gesund werden; sich finanziell erholen

-Zum Gluck ist unsere nette Nachbaren nach ihrem Herzinfarkt wieder auf die Beine gekommen. Alle rechneten schon mit dem Schlimmsten.

6

die Beine in die Hand / unter den Arm nehmen (ugs.)

ganz schnell weglaufen; sich beeilen

-Ich habe. Die Beine in die Hand genommen. Um elf war ich schon zu Hause.

7

über alle Berge sein (ugs.)

geflüchtet sein; weit weg sein

-Als die Polizei kam, waren sie leider schon über die Berge.

8

den Bock zum Gärtner machen (sal.)

jemandem eine Aufgabe geben, für die er ungeeignet ist.

-In unserer Wohngemeinschaft ist Sebastian für das Putzen zuständig.
-Na, da habt ihr ja den Bock zum Gärtner gemacht, denn sein Zimmer ist immer das unordentlichste.

9

Däumchen drehen (ugs.)

sich langweilen; nichts zu tun haben

-Was macht ihr im Sommer, wenn ihr nicht wegfahrt?
-Däumchen drehen bestimmt nicht. Im Haus und im Garten ist genug zu tun.

10

jemandem fällt die Decke auf den Kopf (ugs.)

es zu Hause nicht mehr aushalten; Abwechslung brauchen

- Seit Tagen sind wir nur in unserer Wohnung und lernen für die Prüfung. Mir fällt schon die Decke auf den Kopf.

11

jemandem ein Dorn im Auge sein

jemanden sehr stören; jemanden ärgern

-Morgen kommt der Elektriker.
-Daswird aber auch Zeit! Der kaputte Fernseher ist mir ein Dorn im Auge.

12

ein Eigentor schiessen (ugs.)

sich selbst schaden

-Auf der Mieterversammlung habe ich ein Eigentor geschossen. Ich habe vorgeschlagen, dass jemand um die Reinigung der Garagen kümmern soll. Und nun bin ich dafür verantwortlich.

13

Eulen nach Athen tragen

etwas Sinnloses oder Überflussiges tun

-Soll ich für das Fest bei famille Reuter einen Kuchen backen?
-Nein das heisse Eulen nach Athen tragen. Die Eltern von Frau Reuter haben eine Bäckerei.

14

auf eigene Faust

ohne fremde Hilfe; aus eigener Initiative

-Wir können auf eigene Faust das Auto innen und aussen putzen.

15

Feuer und Flamme sein (ugs.)

von jemandem oder etwas sehr begeistert sein

-Ja sie waren sofort Feuer und Flamme.

16

sich die Finger nach etwas lecken (ugs.)

auf etwas beigierig sein

-Nach funf Jahren harter Arbeit wird Herr Altmann Abteilungsleiter.
-Das ist genau die Stelle, nach der er sich immer die Finger geleckt hat.

17

(festen) Fuß fassen

sich nach einer gewissen Zeit an eine neue Umgebung gewöhnen

-Am Anfang war alles sehr schwierig für sie:anderes Klima, andere Bräuche, andere Sitten. Aber nach einem halben Jahr hatte sie schon Fuß gefasst.

18

das ist gehupft wie gesprungen (sal.)

das ist dasselbe

-Das ist gehaupt wie gesprungen.

19

das Gesicht verlieren

durch sein Verhalten Ansehen und Respekt verlieren

-Dieser Politiker sollte mit seinen Äußerungen und Handlungen vorsichtiger sein, sonst ist die Gefahr sehr groß, dass er sein Gesicht verliert.

20

Gift und Galle spucken (sal.)

sehr wütend sein

-Leider hat sich unsere Nachbarin gleich wieder laut beschwert und Gift und Galle gespuckt.

21

ins Gras beißen (sal.)

sterben

-Der Täter hat vielen Leuten das Leben schwer gemacht, aber am Ende musste er ins Gras beißen.

22

über etwas Gras wachsen lassen (ugs.)

warten, bis eine unangenehme Sache vergessen wird.

-Sie hat im Kaufhaus Uhren und Schmuck gestohlen, und der Detektiv hat sie erwischt. Jetzt ist sie bei ihrer Tochter in Hamburg.
-Ach, und dort will sie Gras über die Sache wachsen lassen.

23

um ein Haar (ugs.)

fast, beinah

-Ich hätte um ein Haar eine alte Frau überfahren, aber das war nicht meine Schuld.

24

etwas an den Haaren herbeiziehen (ugs.)

Argumente bringen, die nicht zu einer bestimmten Sache gehören

-Ich habe keine Lust mehr, mit dir über dieses Problem zu reden. Deine Argumente sind doch fast alle an den Haaren herbeigezogen.

25

einen Haken haben (ugs.)

einen Nachteil haben

-Ja, aber lies mal, die Sache hat einen Haken.

26

aus dem Häuschen sein (ugs.)

ganz aufgeregt (vor Freude) sein

-Ich bin ganz aus dem Häuschen!

27

etwas nicht übers Herz bringen

etwas (aus Mitleid) nicht tun können

-Das bringen wir nicht übers Herz.

28

jemanden aufs Kreuz legen (sal.)

jemanden betrügen: jemanden mit Tricks hereinlegen

-Na, zuerst hat der Verkäufer versucht, mich aufs Kreuz zu legen.

29

alles / etwas kurz und klein schlagen (ugs.)

(aus Wut) alles zerstören; alles kaputt machen

-Der Mieter aus dem Erdgeschoss hat aus Wut in seiner Wohnung alles kurz und klein geschlagen.

30

den Kürzeren ziehen (ugs.)

eine Niederlage erleiden

-Unsere Nachbarn machen jeden Abend sehr viel Lärm. Ich werde mal mit ihnen reden.
-Das habe ich auch schon versucht, aber dabei habe ich den Kürzeren gezogen. Sie haben behauptet, dass sie die Ruhezeiten einhalten.

31

jemandem durch die Lappen gehen (ugs.)

jemandem entgeht, entkommt jemand oder etwas.

-Immer wieder war der Detektiv dem Verbrecher auf der Spur, aber. Jedes Mal ist er ihm durch die Lappen gegangen.

32

jemandem auf den Leibrücken (sal.)

jemanden bedrängen oder Druck auf ihn ausüben

-Jeden Tag rückt sie mir auf den Lieb, dass ich mich auch zu einem Kurs in der Volkshochschule anmelden soll.

33

jemandem geht ein Licht auf (ugs.)

jemand versteht plötzlich etwas, das er vorher nicht verstanden hat

-Ja, mir ist ein Licht aufgegangen.

34

etwas liegt jemandem (schwer) im Magen (ugs.)

etwas bedrückt jemanden; etwas ist für jemanden ein Problem

-Ich habe in zwei Wochen meine Prüfung. Die liegt mir schwer in Magen.

35

Das maß ist voll! (ugs.)

Es ist genug! Es reicht jetzt! Auch: Meine Geduld ist nun zu Ende.

-Nun ist das Maß voll!

36

etwas mitgehen lassen (ugs.)

etwas stehlen

-Der Kaufhausdetektiv hat einen jungen Mann ertappt, als er gerade eine CD mitgehen lassen wollte.

37

die Nase von etwas voll haben (sal.)

zu etwas keine Lust mehr haben

-Ich habe die Nase voll.

38

jemandem etwas vor der Nase wegschnappen (ugs.)

etwas, das ein anderer auch gern hätte, vor ihm kaufen oder nehmen

-Endlich hatten wir entscheiden und wollten das Haus kaufen, da hat uns eine andere Familie vor der Nase weggeschnappt.

39

aus der Not eine Tugend machen

aus einer unangenehmen Situation / Sache das Beste machen

-Na, so könnt ihr doch aus der Not eine Tugend machen.

40

Halt die Ohren steif! (ugs.)

Viel Erfolg! Viel Gluck! Auch: Verliere nicht den Mut!

-Es wird sicher alles gut. Halt die Ohren steif und komm bald gesund nach Hause!

41

jemandem aus der Patsche helfen (ugs.)

jemandem helfen, aus einer schwierigen Situation zu kommen

-Danke, dass ihr 50€ leiht. Damit helft ihr mir im Augenblick wirklich aus der Patsche.

42

Keine zehn Pferde bringen mich dahin! (ugs.)

Das mache ich auf keinen Fall!

-Dahin bringen mich keine zehn Pferde!

43

wie Pilze aus dem Boden schießen

innerhalb kurzer Zeit in großer Zahl entstehen

-Hier hat sich ja einiges verändert! Als ich das letzte Mal hier war, sah man nur Wiesen und Felder.
-Ja, das ist noch gar nicht so lange her. Der neuen Häuser sind wie Pilze aus dem Boden geschossen.

44

an der Quelle sitzen

gute Möglichkeit haben, etwas zu bekommen

-Sie sitzt an der Quelle. Eine Freundin von ihr hat ein Modegeschäft und da bekommt sie Rabatt.

45

das fünfte Rad am Wagen sein (ugs.)

(in einer Gruppe) überflüssig sein; stören

-Ach, ich habe mich wie das fünfte Rad am Wagen gefühlt. Ich kannte niemanden von den anderen Gästen.

46

vom Regen in die Traufe kommen (ugs.)

von einer Schwierigkeit in eine andere, eventuell noch größere geraten

-Aber mit dem neuen Wagen bin ich vom Regen in die Traufe gekommen. Er muss jetzt schon zum zweiten Mal in die Werkstatt.

47

den richtigen Riecher für etwas haben (ugs.)

im Voraus das richtige Gefühl für etwas haben; etwas ahnen, voraussehen

-Bärbel sagt, Hanna und Leo sind ein Paar. Hast du davon schon gehört?
-Nein, aber Bärbel hat für so etwas meistens den richtigen Riecher.

48

wie Sand am Meer (ugs.)

in sehr großer Menge

-Kannst du mir eine Kette leihen, die zu diesem Kleid passt?
-Ja, klar. Ketten habe ich wie Sand am Meer.

49

sauer sein / werden (ugs.)

verärgert oder beleidigt sein / werden

-Was ist mit Julia los? Sie sieht so traurig aus.
-Sie ist sauer, weil ihr Freund an diesem Wochenende schon wieder keine Zeit für sie hat.

50

etwas im Schilde führen (ugs.)

eine bestimmte Absicht haben

-Die zwei jungen Männer da unten auf der Straße beobachte ich jetzt schon eine ganze Weille.
-Warum denn?
-Ich glaube, die führen etwas im Schilde.

51

jemandem auf die Schliche kommen (ugs.)

jemandes (heimliche) Absichten oder Taten durchschauen

-Bist du jemandem auf die Schliche gekommen?

52

der letzte Schrei (ugs.)

das Modernste, das Neueste, das Aktuellste

-Das ist jetzt modern, das ist der letzte Schrei!

53

schwarzsehen (ugs.)

pessimistisch sein

-Nächsten Monat müssen wir umziehen.
-Ach, sieh nicht alles vorher schon schwarz. Bestimmt fühlt ihr euch in der neuen Wohnung auch bald wohl.

54

ins Schwarz treffen

das Richtige tun; das Wesentliche sagen

-Ich hoffe es gefällt dir.
-Ganz bestimmt. Du hast mit deinemGeschenk auf jeden Fall ins Schwarze getroffen.

55

kein Sitzfleisch haben (ugs.)

nicht lange still sitzen können; keine Ausdauer haben

-Ich möchte gerne bezahlen. Meine kleine Tochter hat heute leider kein Sitzfleisch.

56

den Stein ins Rollen bringen (ugs.)

eine Sache beginnen; den Anstoß für etwas geben

-Seine Beschreibung hat den Stein ins Rollen gebracht. Die Polizei konnte die beiden Täter gestern fassen.

57

jemandem fällt ein Stein vom Herzen (ugs.)

jemand ist erleichtert

-Na, da ist dir sicher ein Stein vom Herzen gefallen.

58

jemandem einen Strich durch die Rechnung machen (ugs.)

die Pläne von jemandem durchkreuzen

-Warum hat es nicht geklappt?
-Im August hat uns das Hochwasser einen Strich durch die Rechnung gemacht.

59

sich zwischen zwei Stühle setzen

sich zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden können und deshalb beide verlieren

-Na, da hast du dich zwischen zwei Stühle gesetzt.

60

in Teufels Küche kommen (ugs.)

in große Schwierigkeiten kommen

-Wir haben bald kein Geld mehr und kommen noch ins Teufels Küche.

61

Tomaten auf den Augen haben (ugs.)

etwas, das alle anderen sehen, nicht bemerken

-Stimmt es, dass Renate schwanger ist?
-Ja, das sieht man doch. Du hast wohl Tomaten auf den Augen?

62

mit der Tür ins Haus fallen (ugs.)

eine Sache (Problem, Bitte) sehr direkt / völlig ohne Vorbereitug ansprechen

-Gestern ist sie mal wieder mit der Tür ins Haus gefallen: Sie erzählte uns einfach so beim Abendessen, dass sie für ein halbes Jahr zum Studium in die Ukraine fliegt.

63

jemandem läuft das Wasser im Mund zusammen (ugs.)

jemand bekommt großen Appetit auf ein Essen

-Wenn ich nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

64

jemandem reinen Wein einschenken (ugs.)

jemandem die Wahrheit über etwas sagen

-Schenk ihr reinen Wein ein, sie wird dir sicher helfen.

65

jemandem den Wind aus den Segeln nehmen (ugs.)

die Position eines anderen entscheidend schwächen

-Das hat ihr den Wind aus den Segeln genommen.

66

von etwas Wind bekommen (ugs.)

etwas erfahren, was eigentlich (noch) geheim bleiben sollte

-Wir haben zum Gluck rechtzeitig Wind davon bekommen, dass...

67

die Zähne zusammenbeißen (ugs.)

etwas Unangenehmes oder Schmerzen ertragen; tapfer sein

-Ach je, das tut sicher sehr weh.
-Ja, da musste ich die Zähne zusammenbeißen, bis der Krankenwagen endlich da war.