AN Modul 05 – Terroirfaktoren Flashcards Preview

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Flashcards in AN Modul 05 – Terroirfaktoren Deck (19)
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1
Q

Welche drei hauptsächlichen Terroirfaktoren wirken sich auf die Versorgung der Rebe mit allem für sie Lebensnotwendigen aus?

A

Das Klima, die Rebberglage und die Bodenbeschaffenheit wirken sich auf die Versorgung der Rebe aus.

2
Q

Welches sind die 6 Faktoren, welche die Wärme in einem Rebberg (unabhängig vom Wetter) beeinflussen können?

A

Die Temperatur im Rebberg wird beeinflusst von:

  • seiner Distanz zum Aequator
  • der Höhe über Meer
  • der Nähe zu grossen Gewässern
  • der Sonnenscheindauer
  • der Ausrichtung des Hanges
  • der Bodenbeschaffenheit.
3
Q

Welche fünf Bedürfnisse muss die Rebe befriedigt haben, damit sie Trauben produzieren kann? Welches davon ist am wichtigsten?

A

Die Rebe braucht Sonnenlicht, Wärme, Wasser, Nährstoffe und Kohlendioxid. Entscheidend ist für die Rebe, dass es warm genug ist.

4
Q

Was ist eine «hohe Kontinentalität», wo kommt sie vor und welchen Einfluss hat sie auf den Rebbau.

A

Eine hohe Kontinentalität herrscht, wenn die Temperatur-Unterschiede zwischen Winter und Sommer gross sind. 

Gebiete mit hoher Kontinentalität liegen weit vom Meer entfernt im Landesinnern. 

Da es im Frühjahr erst spät warm und im Herbst schon früh wieder kalt wird, ist die Wachstumsperiode verkürzt. Daher können in sehr kontinentalen Gebieten nur wenige Rebsorten erfolgreich angebaut werden. 

5
Q

Welchen Einfluss haben Tag-Nacht-Temperaturdifferenzen auf die Weinqualität? Erklären sie, weshalb dem so ist.

A

Je grösser die Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht, desto frischer zeigt sich die Fruchtaromatik und desto kräftiger ist die Säure im Wein. Dies, weil der Abbau von Säure und Aromen in kühlen Nächten verlangsamt wird.

6
Q

Zu welchem Zeitpunkt ist Starkregen eine besondere Gefahr im Weinbau und wie wirkt er sich auf die Rebe aus? 

A

Drei Perioden sind besonders kritisch: 

  1. Die Blüte verrieselt: Regen wäscht die Staubbeutel ab, die Blüte wird nicht befruchtet, und es kommt zu unvollständigem Fruchtansatz.
  2. Starkregen im warmen Sommer kann zu Pilzkrankheiten auf Blättern und Trauben führen. 
  3. Regnet es unmittelbar vor der Ernte, können sich die Beeren mit Wasser füllen. Dies setzt die Zuckerkonzentration herab und verdünnt die Aromatik.
7
Q

Zu welchem Zeitpunkt ist Spätfrost eine Gefahr im Weinbau und wie wirkt er sich auf die Rebe aus? 

A

Frost ist im Frühjahr kurz nach dem Austrieb der Rebe eine Gefahr. Dies weil Temperaturen unter 0 °C alle grünen Pflanzenteile zerstören.

8
Q

Mit welchen Massnahmen kann ein Winzer das Frostrisko möglichst gering halten? Erklären Sie die jeweilige Wirkung.

A

Es gibt vier wirksame Massnahmen gegen Bodenfrost:

  1. Am wirksamsten ist die Anlage des Rebbergs am Hang. So kann die Kaltluft aus dem Rebberg abfliessen, ohne dass die Reben leiden. Auch ein hohe Erziehungssystem kann vorbeugend gegen Frost wirken, da die Frostgefahr am Boden am grössten ist (kalte Luft sinkt ab, warme Luft steigt auf).
  2. Öfen oder Frostkerzen im Rebberg sorgen für Luftzirkulation. Die heisse Luft steigt auf und zieht Frostluft aus dem Rebberg nach.
  3. Windmaschinen oder Hubschrauber sorgen ebenfalls für Luftzirkulation. sie verhindern, dass sich im Rebberg Kälteseen bilden.
  4. Sprinkleranlagen überziehen die jungen Triebe mit einer isolierenden Eisschicht. 
9
Q

Weshalb entstehen in Jahren mit sehr heissen Sommermonaten Rotweine mit unreifen Gerbstoffen?

A

Bei grosser Hitze und Wassermangel stellt die Rebe die Zuckerproduktion ein. Die Blätter verwelken und die Trauben können nicht weiter ausreifen. Die Rebe konzentriert sich nur noch aufs Überleben.

10
Q

Erklären Sie kurz, wie die Rebe Zucker produziert. Wie heisst der Fachbegriff für diesen Prozess? 

A

Die Rebenblätter produzieren den Zucker mittels Photosynthese.

Dazu brauchen sie Wasser aus dem Boden und Kohlendioxyd aus der Luft. Die Energie für den Prozess liefert das Sonnenlicht.

11
Q

Wie kann der Winzer in einem Gebiet nahe dem 50. Breitengrad für genügend Sonnenlicht im Rebberg sorgen?

A

Das Sonnenlicht kann durch geschickte Anlage des Rebbergs verstärkt werden.

  • In Steillagen trifft die Sonne fast im rechten Winkel auf, dadurch ist die auftretende Energie höher.
  • Rebberge (auf der Nordhalbkugel), die nach Süden und Westen ausgerichtet sind sind länger von der Sonne beschienen.
  • Rebberge im Norden oder Osten eines Gewässers profitieren von der Spiegelung der Sonne auf der Wasseroberfläche. Dadurch wird die Sonnenenergie verstärkt.
  • In Terrassierten Lagen beschatten sich die einzelnen Rebzeilen nicht. Dadurch stehen mehr Blätter im Sonnenlicht.
12
Q

Mit welchen zwei Massnahmen kann sich ein Winzer wirksam gegen Hagel absichern?

A

Hagel tritt immer nur sehr lokal auf. In Hegelgebieten sollte der Winzer seine Reben deshalb auf verschiedene weit auseinanderliegende Parzellen aufteilen.

Alternativ können die Rebberge mit Hagelnetzen ausgerüstet werden.

13
Q

Wie steuert ein Winzer in Kalifornien die Bewässerung in seinem Rebberg für Premiumweine?

A

Für Premiumweine wird meist die sparsame Tropfbewässerung eingesetzt.

Im Frühjahr und in der Hitze, wenn die Pflanze für das Trieb- und Blattwachstum viel Wasser benötigt, bewässert der Winzer kräftig. In der Reifeperiode drosselt er die Anlage soweit, dass die Rebe gerade noch genug Flüssigkeit für die Photosynthese kriegen. Dies ergibt wenig dafür sehr konzentriertes Traubengut.

14
Q

Wie sieht die optimale Wasserversorgung für die Rebe während der Wachstumsperiode aus aus? Begründen Sie Ihre Aussagen.

A

Viel Wasser im Frühjahr damit Triebe und Blätter rasch spriessen. Danach weniger Wasser im Sommer, damit gerade noch die Photosynthese funktioniert und das Triebwachstum gebremst wird. Leichter Wasserstress im Herbst damit die Rebe nur noch ihre Trauben ausreift und das Wachstum ganz einstellt.

15
Q

Welche Böden sind gut für regnerische Gebiete geeignet und weshalb?

A

In Gebieten mit viel Niederschlag sind trockene Böden wie Sand und Kies optimal. Sie sorgen für einen raschen Wasserabzug und verhindern so Staunässe.

16
Q

Welche Böden eigenen sich optimal in trockenen Gebieten und weshalb?

A

Ton- und Kreideböden haben die Fähigkeit, Flüssigkeit zu speichern. Damit hat die Rebe auch in trockenen Perioden Zugriff auf Wasser.

17
Q

Weshalb gedeihen die besten Weine in der Regel auf besonders kargen und eben nicht auf besonders nährstoffreichen Böden?

A

Wenn die Rebe zu viel Nährstoffe hat, wächst sie übermässig und macht eine dichte, schattige Laubwand und viele Trauben. Das führt zu Weinen von einfacher Qualität.

Auf kargen Böden macht die Rebe eine lockere Laubwand und wenige, konzentrierte Trauben. So entstehen die besseren Weine. 

18
Q

Wie reagiert die Rebe auf Nährstoffmangel, und was kann der Winzer dagegen tun?

A

Nährstoffmangel wirkt sich häufig in Chlorose aus. Die Blätter verfärben sich bereits mitten im Sommer gelb. Da nur grünes Lauf Photosynthese macht, verhindert Chlorose die Traubenreifung.

Der Winzer kann den Nährstoffmangel mit gezielter Düngung beheben. 

19
Q

Welche drei Terroirfaktoren haben einen direkten Einfluss auf die Rebe? 

A

Das Klima, die Rebberglage und die Bodenbeschaffenheit wirken sich auf die Versorgung der Rebe aus.