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Flashcards in Produktionslogistik Deck (18)
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1

Wie läuft eine Materialbezogene Fabrikplanung ab?

1. Betriebsanalyse (IST-Daten, Produktionsprogramm, Tendenzen)
2. Bedarfsplanung (Betriebsmittelbedarf, Flächenbedarf, Personalbedarf, Transportaufkommen)
3. Prinzipplanung (Fertigungs- und Montageprinzip, Fertigungstechnologie, Transport- und Lagerprinzip)
4. Grobplanung (Ideallayoutvarianten, Gebäudeabmessungen, Groblayoutvarianten, Groblayoutbewertung)
5. Feinplanung (Betiebsmittelstandorte, Transport und Lagereinrichtungen, Feinlayoutvarianten, Feinlayoutbewertung)

2

Was ist Gegenstand der Produktionslogistik?

Die Planung, Durchführung und Kontrolle der innerbetrieblichen Transport-, Umschlag- und Lageraufgaben.

3

Was ist Ziel der Produktionslogistik?

Die auftragsgerechte, produktgerechte und kostenminimale Versorgung der Fertigung. (art- und mengenmäßig, räumlich und zeitlich)
Die Zwischenprodukte zu puffern sowie den Abtransport und die Lagerung der Fertigprodukte zu gewährleisten.

4

Was ist Voraussetzung der Produktionslogistik?

- Materialverfügbarkeit
- kurze Durchlaufzeiten
- geringe Bestände
- gleichmäßig hohe Auslastung der Kapazitäten

5

Welche Leistungsarten gibt es in der Produktion?

Nutzleistung
- Die Nutzleistung im gesamten Leitungserstellungsprozess ist geplant und trägt direkt mit der Erstellung des Produktes zur Wertsteigerung bei. (Bearbeitungsoperationen, Veredelungsprozesse, Montagevorgänge): optimierbar

Stützleistung
- Die Stützleistung trägt nicht direkt zur Werteerhöhung des Produktes bei, ist aber nicht Bestandteil des Leistungserstellungsprozesses und zur Erstellung der Nutzleistung erforderlich. (Rüstvorgänge, Maschinenbestückung, vorbeugende Instandhaltung und Reinigungsarbeiten) -> optimierbar

Blindleistung
- fällt ungeplant innerhalb des Produktionsprozesses an und resultiert aus Unzulänglichkeiten des Material- und Informationsflusses (wartende Mitarbeiter, Kosten für Sortierprüfungen und Fehlinformationen): unnötige, nicht erforderliche Aufwendungen vermieden

Fehlleistung
- entstehen ungeplant und resultieren aus Störungen oder Fehlern im Produktionsprozess. (Maschinenstillstand, Materialfehler, Nachbesserungen oder Ausschuss): Fehlleistungen mindern, da wertmindernd (Kostensenkung)

6

Welche Kennzahlen gibt es in der Produktionslogistik und wie sind sie definiert?

Mengen/Mengen-Relation
- Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge

Mengen/Wert-Relation
- Kostenwirtschaftlichkeit = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge (Kosten)
- Leistungswirtschaftlichkeit = Ausbringungsmenge (Leistung) / Einsatzmenge

Wert/Wert-Relation
- Wirtschaftlichkeit = Ausbringungswerte (Leistung oder Ertrag) / Einsatzwerte (Aufwand oder Kosten)
- Rentabilität = Erfolg (Gewinn oder Verlust) / (Eigen-)Kapital
BSP: Eigenkapital-, Gesamtkapital-, Fremdkapital-, Umsatzrentabilität

7

Was sind Input-Faktoren und welche gibt es?

Sie verkörpern das qualitative und quantitative Potenzial zur industriellen Leistungserstellung. Sie werden generell als Produktionsfaktoren (produktive Faktoren) bezeichnet und lassen sich wie folt einteilen:

- menschliche Arbeitsleistung (dispositiver und objektbezogener Art)
- Betriebsmittel (passive und aktive Betriebsmittel)
- Objektfaktoren (Rohstoffe, Halberzeugnisse, Halbfabrikate, Fremdteile, Hilfsstoffe)

8

Was sind Throughput-Prozesse?

Der Throughput eines industiellen Produktionssystems sorgt für die zielgerichtete Verknüpfung der Output- und Inputfaktoren; in ihm vollziehen sich Transformations- und Kombinationsprozesse. Konkret können diese Prozesse als Folge von Arbeitsgängen sichtbar gemacht werden.

9

Was sind Output-Faktoren und welche gibt es?

Jedes Ergebnis der Kombination von Einsatzgütern im Rahmen industrieller Produktionsprozesse verkörpert den Output industrieller Produktionsprozesse.

- materialle Produkte (Sachfüter)
- gemischte Leistungsprodukte
- immaterielle Produkte (DL, Informationen)

10

Was bedeutet Kapazität?

Leistungsvermögen eines Produktionsprozesses innerhalb einer Zeitperiode. (als quantitativer und qualitativer Begriff): Leistungsabgabevermögen (Aggregate, Anlagen) und Leistungsaufnahmevermögen (Lager-, Speichereinheiten)

11

Was bedeutet Flexibilität?

Anpassungsfähigkeit von Systemen, sich auf verändernde Gegebenheiten einstellen zu können: Entwicklungsflexibilität (Anpassung an Kundenwünsche für eine neues Produktionsprogramm) und Bestandsflexibilität (Anpassung an Kundenwünsche innerhalb eines bestehenden Produktionsprogramms)

12

Was ist operative Standortplanung?

Strategische Standortplanung unter Einbeziehung operativer Zielkriterien.

1. Identifikation Standortfaktoren (Materialpreise, Arbeitspreise, Transportkosten)
2. Bewertung der Standortfaktoren (Analystische oder Heuristische Ansätze)

13

Was ist throughput-bezogene Produktionsplanung und welche Probleme ergeben sich?

Bei der throughput-bezogene Produktionsplanung geht es um die mengenmäßige Festlegung, kapazitive Abstimmung und terminliche Einplanung konkreter Fertigungsaufträge in einer bestimmten Planungsperiode.

- Losgrößenproblem
- Durchlaufoptimierungsproblem
- Kapazitätsminimierungsproblem
- Reihenfolge- bzw. Maschinenbelegungsproblem
- Feinterminierungsproblem

14

Was ist die Losgrößenplanung?

Als Losgröße bezeichnet man die Fertigungsauftragsmenge gleichartiger Güter, welche in einem Produktionssystem ohne Leerzeilen und ohne Umrüstvorgänge herzustellen sind.
Entscheidung über die Losgröße anhand der Rüstkosten und der Lagerkosten. (gegenläufig)

15

Was ist Termin- und Kapazitätsplanung?

Die grundsätzliche Aufgabe der industriellen throughput-bezogenen Terminplanung ist es, Anfangs- und Endzeitpunkte der mengemäßig bestimmten Fertigungsauträge so zu terminiern, dass einzelne produktionswirtschaftliche Ziele (schnelle lieferzeiten, minimale Durchlaufzeiten, maximale Kapazitätsauslastung, geringe Kapitalbindung) erfüllt werden.

1. Durchaufterminierung (Netzplantechnik)
2. Kapazitätsterminierung
3. Maschinenbelegungsplan

16

Was ist Produktionsprogrammplanung?

Die Produktionsprogrammplanung soll Antwort geben auf die Frage, welche Arten und Mengen industrieller Leistungen durch die Kombination der vorhandenen Produktionsfaktoren in welcher Qualität und zu welchen Produktionsterminen herszustllen sind.

- qualitative Komponente
- quantitative Komponente
- zeitliche Komponente

Spannungsfeld zwischen Produktion (Kostendenken: größtmögliche Uniformität und Programmenge) und Absatz (Erlösdenken: größtmögliche Flexibilität und Programmbreite)

17

Welche operativen Produktionsziele gibt es?

- mengenoptimale Produktion
- wirtschaftliche Produktion
- humane Produktion
- ökologische Produktion
- Qualität
- Zeit
- Flexibilität

Ziel: Ergebnismaximierung als ökonomischen Oberziel zur Bestimmung des kurzfistig optimalen Produktionsprogramms (Gesamtdeckungsbeitrag = max!)

18

Was ist bei Produktionsprogrammbildung zu berücksichtigen?

- Einzelproduktion
- Mehrfachproduktion

- ohne Kapazitätsbeschränkung (ein odere mehrere Engpaßfaktoren)
- mit Kapazitätsbeschränkung