Spezifische Phobie Flashcards Preview

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Flashcards in Spezifische Phobie Deck (14):
1

Subtypen nach DSM - IV

- Tierphobien
- Situationale Phobien (Höhen, enge Räume, ...)
- Phobien vor Naturereignissen (Gewitter, ...)
- Blut - Spritzen - Verletzungsphobien
- Andere (z.B. Erbrechen, Verschlucken, ...)

2

Was sind Besonderheiten bei der "Blut - Spritzen - Verletzungsphobie"?

Eigenes Reaktionsmuster auf Konfrontation mit Stimulus

> Biphasische Reaktion
1. Anstieg von Herzrate + Blutdruck (eine Sek-Min)
2. Plötzlicher Blutdruckabfall (bis zur Ohnmacht)

3

Epidemiologie:

1. 12 - Monats - Prävalenz
2. Geschlechterverhältnis
3. Beginn
4. Komorbidität

1. 6,4%
2. Frauen 2:1 Männer
3. früher Beginn (im Allg. schon in der Kindheit)
4. hohe Komorbidität: 42% -> weitere Angststörung

4

Differentialdiagnostik

abzugrenzen von...
• Agoraphobie
• Soziale Phobie
• Posttraumatische Belastungsstörung
• Zwangsstörung
• …

(v.A. andere Angststörungen)

5

Zwei - Faktoren - Theorie (Mowrer)

>> ätiologisches Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Angststörungen

I) ENTSTEHUNG: Klassische Konditionierung
-> initiale Kopplung von zunächst neutralem US + angstauslösendem CS führt zur konditionierten Reaktion Angst auf den zuvor neutralen Reiz (z.B. Spinne)

I) AUFRECHTERHALTUNG: Operante Konditionierung
-> Vermeidung führt zur Reduktion von Angst/Anspannung (negative
Verstärkung) -> Aufrechterhaltung des Vermeidungsverhaltens

6

Probleme der "Zwei - Faktoren - Theorie"

1. Selektivität von Phobien (Warum sind Spinnenphobien häufig, aber Messerphobien sehr selten?)

2. Äquipotenzialität von Reizen für klassische Konditionierung nicht gegeben
[Äquipot.: "Alle NS und US sind gleich gut miteinander
assoziierbar (gleich schnell, gleich stark, gleich
löschungsresistent)“]

3. „Neurotisches Paradox“: Warum findet trotz wiederholter Konfrontation mit dem CS keine Extinktion statt?

4. Phobiker erinnern selten traumatische Erfahrungen mit CS-US Koppelung

5. Klinische Beispiele für andere Formen des Angsterwerbs (z.B. Information)

7

Modifikationen der Konditionierungstheorien

1. Preparedness - Theorie
2. Covariation - Bias
3. Einflussfaktoren bzgl. der Stärke der Konditionierung
4. Stimulusgeneralisierung

8

Preparedness - Theorie

Marks, 1987; Seligman, 1971

>> Manche Reize sind biologisch „vorbereitet“ für Furchtkonditionierung (biologische Prädisposition)

9

Covariation Bias

Manche UCS-Reize „gehören“ biologisch vorbereitet zu bestimmten CS-Reizen; diese Reiz-Reaktions-Verbindungen werden leichter gelernt (biologische Bahnung)

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Einflussfaktoren bzgl. der Stärke der Konditionierung

− Vorerfahrungen mit CS
− Informationsgehalt von CS
− Occasion-Setters
− Kognitive Faktoren (z.B. Informationen über CS-US Zusammenhang; US-Bewertung)

11

Stimulusgeneralisierung

Auch ähnliche Reize können dieselbe Furchtreaktion auslösen

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Experiment von Rescorla (1968)

2 Bedingungen, in beiden werden US (Ton) + UCS (Schock) gleich häufig gekoppelt dargeboten, im zweiten Durchgang wird jedoch der Schock einige Male auch ohne US (Ton) dargeboten. In diesem Fall kommt es nicht zu einer konditionierten Furcht als Reaktion auf die Darbietung des US (Ton).

-> keine Kontingenz ("wenn - dann und nur dann")

13

Three - Pathway - Model (Rachmann, 1977)

Entstehung von Angststörungen durch 3 Mechanismen erklärt.

1. Klassische Konditionierung
2. Modelllernen
3. Instruktionslernen

14

Experimenteller Test des Instruktionslernens (Field, 2008)

Vpn (Kinder) erhalten Informationen über neuartige Tiere, die sie noch nie vorher gesehen haben

3 Bedingungen (within-subject)
• Positive Information
• Information über Gefahr
• Neutrale Bedingung

> Auswertung durch Selbstbericht, IAT, Behavioral Approach -> Angst vor einem zuvor neutralen Stimulus lässt sich via Instruktion vermitteln