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Flashcards in Schlafstörungen Deck (47)
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1

Wichtigste Schlafstörungen in der Neurologie

Schlafapnoe-Syndrom
Narkolepsie
REM-Verhaltensstörung
Restless-Legs-Syndrom

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Schlafapnoe-Syndrom
OSAS (obstruktives)
Definition

nächtliche Atemstörung mit
Apnoe (mind. 10 s Atempause)
Hypopnoe (min. 10 s Atemflussreduktion mit nachfolgender O2-Sättigungsminderung um 3% oder Arousalreaktion)
Apnoe-Hypopnoe Index (AHI) > 5

3

Wie errechnet sich der Apnoe-Hypopnoe Index?

Anzahl relevanter Atemereignisse pro Stunde Schlaf.

Zur Erinnerung:
Apnoe (mind. 10 s Atempause)
Hypopnoe (min. 10 s Atemflussreduktion mit nachfolgender O2-Sättigungsminderung um 3% oder Arousalreaktion)

4

Schlafapnoe-Syndrom,
OSAS (obstruktives)
Typisches Manifestationsalter, Geschlecht

40-60 J
m öfter als w

5

Schlafapnoe-Syndrom,
OSAS (obstruktives)
Einteilung

leicht:
AHI: 5-20
Entsättigung: gering
Arousals: wenige
Tagessymtomatik: kaum

mittelschwer:
AHI: 20-40
Entsättigung: deutlich
Arousals: oft, reduzierter Tiefschlaf
Tagessymtomatik: deutlich

schwer
AHI: ab 40
Entsättigung: dramatisch (50% möglich)
Arousals: Schlafprofil fragmentiert
Tagessymtomatik: deutlich mit Begleit/Folgeerkrankungen

6

Schlafapnoe-Syndrom,
zentrales
Definition

Nachlassen/Aussetzen des zentralen Atemantriebs,

resultierend in Minderung/Stillstand der Atemmechanik

bei offenen oberen Luftwegen

7

Schlafapnoe-Syndrom,
zentrales
Ätiologie

- Läsion des Atemzentrums
- Störung der chemorezeptiven Regelung (bei schwerer Herzinsuffizienz
- Genetisch (PHOX2B), loss of function mut.

8

Schlafapnoe-Syndrom,
zentrales
Typische Symptomatik tags/nachts

meist wenig Tagenssymptomatik

nachts Cheyne-Stoke-Atmung

9

Schlafapnoe-Syndrom,
gemischtes
Welche Komponente zuerst Behandeln?

obstruktive (überwiegt meist)
daraufhin verschwinden oft zentrale Störungen

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Schlafapnoe-Syndrom
Allgemeine Anamnese

CVRF

BMI
Essverhalten

Alkohol
Medikamente (muskelrelaxierende Schmerzmittel? Schlafmittel)

Puls
RR

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Schlafapnoe-Syndrom
Erweiterte Diagnostik (grob übergeordnet)

- Fragebögen
- kardiorespiratorische Polyraphie
- Polysomnographie
- HNO (anatomisch Verhältnisse?)

ggf. Pulmologie/Innere (Begleit-/Folgeerkrankungen?)


12

Schlafapnoe-Syndrom
Erweiterte Diagnostik
Fragebögen

- Epworth Sleepiness Sclae
- Pittsburgh Sleep Quality Index

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Schlafapnoe-Syndrom
Erweiterte Diagnostik
kardiorespiratorische Polygraphie

screening, ambulant
- O2 Sättigung
- Herzfrequenz
- Atemarbeit

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Schlafapnoe-Syndrom
Erweiterte Diagnostik
Polysomnographie

Bestimmung des Schlafprofils
- EEG (E-Enzephalogramm)
- EOG (E-Okulogramm)
- EMG (E-Myogramm)

Zuordnung von Atemereignissen, Körperlage, O2-Sättigung und Herzfrequenz

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Tagesmüdigkeit
DD

Schlafapnoe-Syndrom
Burn-Out
Depression
habituelles Schnarchen

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Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)
Therapie

leichtes OSAS:
- keine schwere Malzeit/Alkohol zur Nacht
- keine muskelrelax. Medikation
- Rückenlage vermeiden (Tennisball/Rucksack)
- Unterkieferprotraktionsschiene
- ggf: HNO-Konsil

ab mittelschwerem OSAS:
- CPAP (max. 10 mbar über gesamte Nacht)
- BiPAP, wenn sehr hohe Drücke nötig oder bei Herz/Lungenerkrankung
- autoCPAP, wenn phasenweise Apnoe, Hypopnoe (zB bei REM-Schlaf gebundenem OSAS)


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Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)
Therapie - HNO-Möglichkeiten

-- Tonsillektomie
-- Uvulopalatopharyngoplastik (UVPP)
-- Straffung d. weichen Gaumens (Laser, Thermosonde)
-- Verbesserung d. Nasenatmung

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Zentrales Schlafapnoe Syndrom
Therapie

BiPAP-ST (PiPAP mit hinterlegter minimaler Atemfrequenz)

Adaptive Servoventilation (Cheyne-Stoke-Atmung)

19

Schlafapnoe-Syndrom
Generelle Therapiemaßnahmen

Gewichtsreduktion

ggf. Reduktion der Blutdrucksenkenden Medikation

regelmäßige polygraohische Kontrolle der Therapiecompliance und benötigten Druckeinstellung

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Narkolepsie
Ätiologie

Multifaktoriell
- Orexin-Mangel, vermutlich Degeneration der sezernierenden Hormone in Hypothalamus
- genetische Disposition
- (auto)immunologische Faktoren

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Narkolepsie
Geschlechtsverteilung

ausgeglichen

22

Narkolepsie
Manifestationsalter

meist 20-40 J

23

Narkolepsie
klinischer Verlauf

sehr variabel

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Narkolepsie
Klinik

- Imperativer Schlafdrang (monotoniunabhängig!)
- Kataplexie
- Automatisches Verhalten in Phasen der Müdigkeit, für das später Amnesie besteht

- Insomnie (Durchschlafstörungen)
- Schlafparalysen (mit bedrohlichen Emotionen)
- Hypnagoge Halluzinationen (beim Einschlafen)
- Hypnopompe Halluzinationen (beim Aufwachen)

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Kataplexie
Beschreibung

meist sekunden-minutenlanger

Verlust der Haltemuskulatur bei emotionalem STimulus

Bewusstsein immer erhalten

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Narkolepsie
Diagnostik

Anamnese/Fremdanamnese

Polysomnographie

HLA-Typisierung

27

Narkolepsie
Diagnostik - HLA

Assoziationen:
HLA DR2(15)
HLA DQw1(6)

HLA DQB1*0602

28

Narkolepsie
Diagnostik - Polysomnographie

Nachweis von Sleep-onset REM (SOREM):
(REM-Phase innerhalb 10 min nach Einschlafen)

multipler Schlaflatenz-test (MSLT) über den tag verteilt:
- SOREM in mind 2/4 Tests
- verkürzte Einschlaflatenz von über 5 min

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Narkoplepsie
Therapie

Schlafhygiene
- konsequente Einschlaf/Aufwachzeiten
- feste Kurzschlafphasen am Tag (10-15 min)

medikamentös
_Stimulanzien
- Modafinil (max. 200mg-200mg-0)
- Ephedrin, Methylphenidat, Pemolin

_REM-assoziierte Symptome (Kataplexien, Schlafparalysen, Hypnagoge Halluzinationen)
- SSRI
- Trizyklika
- MAO-Hemmer
- Narkotika

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REM-Verhaltensstörung
Definition

Zeitweiser Verlust der physiologischen Atonie im REM-Schlaf,
somit komplexe motorische Aktivität im Zusammenhang mit Träumen