Traumatische Hirn- und Rückenmarkschäden Flashcards Preview

Neurology > Traumatische Hirn- und Rückenmarkschäden > Flashcards

Flashcards in Traumatische Hirn- und Rückenmarkschäden Deck (57)
Loading flashcards...
1

Formen gedeckter SHT

Commotio cerebri
Contusio cerebri
Traumatische intrazerebrale blutung
Subduralhämatom
Epiduralhämatom

2

Commotio cerebri
Definition

(Gehirnerschütterung)
leichtes SHT mit initialer GCS 14-15

3

Commotion cerebri
Klinik

Bewusstseinsverlust max. 1 h
Amnesie max. 8 h
evtl. postkontusioneller Verwirrungszustand max. 24 h
evtl Kopfschmerzen und/oder Erbrechen

4

Commotio cerebri
Diagnostik

CAVE bei Untersuchung: Begleitende HWS-Verletzung?

CT-Indikation:
- Frakturhinweis
- Amnesie über 30min
- Bewusstseinseintrübung persistierend 2h nach Trauma
- Erbrechen mehr als 2x
- Alter über 65
- Traumamechanismus unklar/gefährlich
- Sedierung geplant


5

Commotio cerebri
Therapie

24h neurologische stationäre Überwachung
Nahrunsgkarenz

6

Contusio cerebri
Definition

mittelschweres (GCS 9-13) oder schweres (3-8) SHT
Ist in Frühphase eine dynamische Erkrankung

7

Contusio cerebri
Klinik

Leitsymptom: Bewusstseinsstörung
fokalmotorische Defizite

Blutungshinweise:
(Pupillenstrg
Hirndruckzeichen wie Übelkeit/Erbrechen
Einklemmungszeichen mit Streck-/Beugesynergismen?)

8

Contusio cerebri
Diagnostik

CCT (Schädelbasisfrakturen oder Blutungen?)
Röntgenübersicht (stellt Kalottenfrakturen besser dar)

9

Contusio cerebri
DD

diffuses axonales Trauma (scher- oder reißverletzung der Axone)

SHT sekundär zu
- Aneurysmablutung mit Sturz (bes. bei subarachnoidalem Blut! bedenken!)
- Basilarisembolie
- Status epilepticus
- Delir mit Grand-mal
- kardialer Arrhytmie mit Hypotonie
- metabolische Entgleisung

10

Contusio cerebri
Therapie

OP (individuell nach evtl. Blutungsausmaß)

Hirndrucksonde in Parenchym oder Ventrikel (ICP)

konservativ:
- Hirndrucktherapie (Kopfhoch, Osmo, Hyperventilation bei Beatmung)
- tiefe Analgosedierung
- Vitalparameter stabilisieren ggf mit Beatmung
- intensivmed. Th. von Komplikationen oder Komorbiditäten

11

Traumatische intrazerebrale Blutung
Definition

Durch Akzelerations oder Dezelerationsverletzung bedingte intrakranielle Kontusionsblutungen

typischerweise mit Coup und Contre-coup-Läsionen

12

Traumatische intrazerebrale Blutung
Komplikation

Einbruch ins Ventrikelsystem mit okklusivem/malresorptivem Hydrozephalus

13

Traumatische intrazerebrale Blutung
Diagnostik

CCT (Blutung? Hydrozephalus?)
CAVE: bis 24h nach Trauma kann trotz gering auffälligem CT starke Progredienz auftreten!)

14

Traumatische intrazerebrale Blutung
Therapie

keine einheitliche Richtlinie

OP (Nutzen/Risiko abwägen)
Indikationen: Progredienz bei guter operabler Blutung, blutungsbedingter Hydrozephalus
KI: Koma/Pupillenstrg über 6h
diffuse Blutungen mit ausgepr. Parenchymschaden
Hirntodzeichen
wacher Pat. mit stabiler, milder Klinik

15

Subduralhämatom
Lokalisation

Zwischen Dura mater und Arachnoidea

16

Subduralhämatom Unterscheidung nach Ätiologie

akut (Trauma, diffuse subdurale EInblutung, meist schwere Hirnsubstanzschädigung)

chronisch (Bagatelltrauma, Brückenvenenabriss bei Hirnssubstanzverlust, Rezidivblutungen)

17

Chronisches Subduralhämatom
Risikofaktoren

Hohes Alter
Hirnatrophie (toxisch, meist ALkohol)
Gerinnungsstörungen

18

Akutes Subduralhämatom
Klinik

gelegentlich freies Intervall
Hirndruckzeichen
Pupillenmotorikstörungen
progrediente Hemisymptomatik

19

Chronisches Subduralhämatom
Klinik

Kopfschmerzen
Psychische Veränderungen, Demenz
Epileptische Anfälle
Hemiparese

20

Subduralhämatom (chronisch und akut)
Diagnose

CCT (Blutung?)

21

DD zum chronischen Subduralhämatom bedenken

Hygrome (zB bei Liquorunterdrucksyndrom, Shuntdysfunktion)
(akutes Subduralhämatom)

22

Therapie akut/chronisches Subduralhämatom

akut: OP

chronisch:
kleine Subduralhämatome beobachten
Gerinnungsstörung behandeln
Entlastung bei größer 1cm

23

Epidurales Hämatom
Lokalisation, typische Blutungsquelle?

zwischen Schädelknochen und Dura mater, aus A. meningea media

24

Epidurales Hämatom
Ätiologie

Kalottenfraktur

25

Epidurales Hämatom
Häufiges Pat.Alter, begleitende Verletzungen?

Junges Erwachsenenalter
itrakranielle Verletzung häufig (Subdurale-/ Kontusionsblutung)

26

Epidurales Hämato
Klinik

kurzzeitige Bewusstlosigkeit
1/3 danach erstmal symptomfrei
progredient:
Vigilanzminderung
Pupillenstörung
Hemisymptomatik
epileptische Anfälle

27

Epiduralblutung
Diagnostik

CCT

28

Epidurales Hämatom
DD

akutes oder eingeblutetes chronisches Subduralhämatom
verkalktes Meningeom

29

Therapie

rasche OP-Entlastung der Blutung und Ligatur der Blutungsquelle

30

Unterscheidung offener Hirnverletzungen

stumpfe (Impressionstrauma)
oder
scharfe (Schuss, Pfählungsverletzung, offenes SHT) Gewalt