Bulimie Flashcards

1
Q

Definition

A

> impulsiv-zwanghafte Essattacken und anschliessende gegenregulative Massnahmen
andauernde Beschäftigung mit Essen und Nahrungsmittel, Furcht vor dem Dickwerden und Maximalgewicht unter Alternsnorm
lange Verheimlichung

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2
Q

Epidemiologie und Ätiologie

A

> ca. 3% und Beginn zwischen 16 und 19 Jahren
Mädchen 20fach mehr
Ursachen: gleich wie Anorexie
- oft BN aus AN oder Adipositas entstanden
- Oft Störung der Imtplusivitätskontrolle und Emotionsregulation

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3
Q

Klinisches Bild

A

> Essattacken in Situationen: emotionale Verstimmung, zwischenmenschliche Belastungssituation, Hungergefühl bei Diäten, später Tagesverlauf
Grosse Mengen hochkalorischer Lebensmittel -> Schuldgefühle, Völlegefühl, Gewichtsphobie, welche erst. mit kompensatorischen Massnahmen reduziert werden können (Erbrachen, Abführmittel, Fasten, Sport) = gute Verheimlichung
impulsives Verhalten: begleitender Substanzmissbrauch, NSSV, unkontrolliertes Geldausgeben, Diebstähle -> multiimpulsiver Bulimie-Typus
Körperliche Folgeschäden: schwere Karies, Speicheldrüsenschwellungen, Gastritis, Schwielen an Finger oder Handrücken (Russell-Sign)
Komorbid: depression, Zwangs- und Angststörungen, PS, Impulskontrollstörungen, Störung Sozialverhalten

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4
Q

Diagnostik

A

> kein Extremes Untergewicht und gut verheimlicht -> Eltern unbekannt
Angewiesen auf Angaben der Patienten (Symptome erfragen)
Körperlche Untersuchung oder laborchemische Untersuchung
14-tägiges Essprotokoll (Mahlzeiten, Heisshunger, Erbrechen und Ereignisse verzeichnen)
Psychische Begeleitstörungen erfragen

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5
Q

Differenzialdiagnose

A

> Binge Eating Disorder: fehlende kompensatorische Massnahmen
Anorexie mit buhlerischer Symptomatik: extremes Untergewicht
Borderline-PS: keine Beschäftigung mit Essen
Störung Sozialverhalten
organische Ursachen

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6
Q

Therapie

A

> ambulante Therapie bevorzugen -> Indikation bei: Elektrolytentgelisung, Versagen ambulante Therapie, Suizidrisiko, NSSV, etc.
Normalisierung des Essverhaltens (erstes Therapieziel).
- Protokollierung des Essverhaltens und regelmässige Mahlzeiten mit Verzicht auf Zwischenmahlzeiten
- wägen in Gegenwart des Therapeuten -> individuelle Alternativstrategien bei Frustrations- und Hungergefühlen (Analyse Situationen für Essanfälle)= Belohnungsmechanismen
- Verbesserung Selbstwert und Reduktion Gewichtsphobie und Impulsivität
Kognitive Therapie
- krankheitserhaltende Gedanken bearbeitet und adäquates Selbstbild entwickeln mit erreichbaren Leistungsansprüchen
Medikamentöse Therapie
- nur wenn kein Erfolg
- SSRI: Annahme Heissunger, hohe Dosierung
Behandlung von Begleitstörungen

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7
Q

Prognose

A

> häufigere Spontanremission als AN

> auffälliges essverhalten persistiert

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